Etsy ist ein Marktplatz, auf dem du einen eigenen Shop eröffnest, ohne ihn selbst zu betreiben. Ein Merch-Anbieter mit Etsy-Anbindung übernimmt die Fertigung: Kauft jemand dein Motiv, geht die Bestellung an ihn, und er druckt und verschickt das Teil. Die Grundlagen dazu stehen unter Print-on-Demand. Hier geht es um die Regeln, die Etsy selbst für diese Arbeitsteilung aufstellt.
Was Etsy von Merch mit Produktionspartner verlangt
Etsy kennt vier Kategorien. Ein Shirt mit deinem eigenen Motiv, das ein Dienstleister druckt, fällt unter „Designed by a seller", also vom Verkäufer entworfen und von Dritten hergestellt. Als „Made by a seller" gilt es nicht. Bietest du ein bedrucktes Shirt als handgemacht an, verstößt du gegen die Regeln des Marktplatzes.
Den Druckdienstleister nennt Etsy ausdrücklich als Produktionspartner. Du musst ihn in den betroffenen Angeboten offenlegen und korrekt angeben, von wo aus der Artikel verschickt wird. Liegt die Fertigung in einem anderen Land als dein Wohnort, zählt der Ort, an dem das Paket losgeht. Frag deshalb vor dem ersten Angebot, aus welchem Werk und welchem Land dein Anbieter liefert.
Fremde Motive sind etwas anderes. Ein Motiv, das du nicht selbst entworfen hast, trägt diese Kategorie nicht. Für fremde Marken, Figuren oder Bandlogos brauchst du ohnehin die Rechte des Inhabers, auf Etsy wie in jedem anderen Shop.
Gebühren und Käuferdaten
Etsy berechnet mehrere Posten nebeneinander. Für jedes eingestellte Angebot fällt eine Gebühr an, ob es sich verkauft oder nicht. Beim Verkauf kommen Transaktions- und Zahlungsgebühren dazu. Ist deine Marge schmal, frisst das schnell, was dir nach dem Stückpreis des Anbieters bleibt.
Werbung außerhalb von Etsy läuft über Offsite Ads. Jeder Shop ist automatisch dabei. Unterhalb einer Umsatzschwelle kannst du dich abmelden, hat dein Shop sie einmal erreicht, bleibt die Teilnahme für seine gesamte Lebensdauer Pflicht, und Etsy behält von jedem so vermittelten Verkauf einen Anteil ein.
Die Adressen deiner Käufer darfst du nur für Kommunikation rund um die Etsy-Bestellung nutzen. Newsletter ohne Einwilligung sind tabu. Willst du eine Community aufbauen, die du direkt erreichst, ist ein eigener Shop etwa auf Shopify der passendere Ort. Verkaufst du eigene Kunst in kleiner Auflage, findest du mehr dazu unter Artists.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Anbindung an Etsy. Frag, ob Bestellungen automatisch übernommen werden und die Sendungsnummer zurück an Etsy geht.
- Versandort. Lass dir nennen, aus welchem Land und Werk dein Merch verschickt wird.
- Angaben zum Produktionspartner. Kläre, unter welchem Namen und Ort du den Anbieter in deinen Angeboten nennst.
- Bearbeitungszeit. Stimme die Zeit bis zum Versand mit der Angabe in deinem Etsy-Shop ab.
