Ein Instagram Shop zeigt deine Produkte direkt in deinem Profil und in deinen Beiträgen. Gekauft wird dort nicht mehr. Tippt jemand auf ein markiertes Shirt, landet er auf deiner eigenen Website und bezahlt in deinem Shop, Instagram ist also ein Schaufenster vor deinem Shop. Wie sich das vom Kauf in der App unterscheidet, steht unter TikTok Shop, die Anbindung deines Shops an einen Merch-Anbieter unter Shopify.
Was du für einen Instagram Shop brauchst
Ohne eigenen Onlineshop geht es nicht. Meta verlangt, dass deine Produkte direkt auf deiner Website kaufbar sind, und du musst die Domain verifizieren. Dazu kommt ein professionelles Instagram-Konto. Deine Bedingungen für Rückgabe und Erstattung müssen gut erreichbar sein, auf der Website oder im Shop selbst.
Meta prüft außerdem, ob dein Konto vertrauenswürdig wirkt und eine etablierte Präsenz hat, wozu auch eine ausreichende Zahl an Followern gehören kann. Ein neues Profil hat es schwerer. Deutschland zählt zu den Ländern mit eingeschränkter Shop-Funktion; Werbeanzeigen für den Shop kannst du hier nicht schalten.
Am einfachsten hilft dein Shopsystem. Verwaltest du dein Sortiment bereits in einer angebundenen Plattform, markierst du Artikel direkt von dort. Bei Shopify teilen sich der Shop auf Instagram und deine Werbung einen gemeinsamen Produktkatalog.
Was das für dein Merch bedeutet
Weil der Kauf in deinem Shop stattfindet, bleibt dort alles, was nach dem Klick passiert. Für deinen Merch-Anbieter ändert sich nichts. Er bekommt die Bestellung aus deinem Shop wie jede andere, ob die Kundin über Instagram kam oder über eine Suchmaschine. Wie du dein eigenes Werk als Merch anbietest, beschreibt die Seite Artists.
Das ist zugleich die Grenze. Jeder zusätzliche Schritt zwischen Beitrag und Kasse kann Käufe kosten, und wer auf deiner Website erst Größe und Versandkosten sucht, bricht leichter ab als in einer App mit gespeicherten Zahlungsdaten. Achte deshalb darauf, dass die Produktseite in deinem Shop auf dem Handy schnell lädt und dieselben Bilder zeigt wie der Beitrag.
Die Markierungen testen auch deinen Anbieter. Bewirbst du ein Motiv in einem Reel, kommen die Bestellungen gebündelt an einem Abend statt verteilt über die Woche. Frag vorher, ob er eine solche Welle innerhalb seiner üblichen Lieferzeit schafft.
Markiere nur Artikel, die lieferbar sind. Läuft ein Motiv aus, verweist ein älterer Beitrag sonst weiter auf eine leere Seite.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Dein Shopsystem. Frag, ob der Anbieter mit dem Shopsystem arbeitet, aus dem dein Instagram-Katalog kommt.
- Produktbilder. Kläre, ob du Bilder in einer Qualität bekommst, die im Feed besteht.
- Bestand. Frag, ob ausverkaufte Varianten automatisch aus deinem Katalog verschwinden.
- Versandkosten. Kläre, welche Versandkosten dein Shop anzeigt, damit Käufer von Instagram nicht erst an der Kasse davon erfahren.
- Lieferzeit. Lass dir die Zeit bis zur Zustellung nennen, bevor du ein Motiv in einer Story bewirbst.
