Artists treten unter eigenem Namen auf. Das kann eine Rapperin sein oder eine Illustratorin, die ihre Bilder auf Shirts bringt. Du entscheidest allein, dein Budget ist klein, und das Motiv ist oft dein eigenes Werk. Wie Musiker ihr Merch auf Tour und im Shop verkaufen, beschreibt der Einsatzbereich Bandmerch. Diese Seite zeigt die Beschaffung aus Sicht einzelner Künstler. Gruppen stehen unter Bands, die übrigen Auftraggeber unter Zielgruppen.
Kleine Auflagen und das eigene Werk
Die erste Hürde ist die Menge. Spielst du einen Auftritt vor zweihundert Leuten, brauchst du wenige Shirts je Größe, und damit liegt deine Bestellung bei vielen Siebdruckereien unter der Mindestmenge. Digitale Verfahren wie DTG und DTF kommen ohne Einrichtung aus. Das Einzelteil kostet dort mehr, dafür bindet eine kleine Auflage wenig Geld. Filtere die Anbieter nach Mindestmenge, bevor du Angebote einholst.
Bei eigener Kunst zählt die Wiedergabe. Ein Aquarell mit weichen Verläufen verhält sich im Druck anders als ein Logo in zwei Farben, und auf dunklem Stoff verändern sich Farben stärker als auf hellem. Verlang einen Probedruck auf dem Shirt, das später verkauft wird. Eine Datei am Bildschirm zeigt das Ergebnis nicht.
Die Rechte liegen meist bei dir, solange du das Motiv selbst geschaffen hast. Anders ist es beim Albumcover. Das Foto gehört oft der Fotografin, die Gestaltung vielleicht einem Studio, und für den Druck auf Textil brauchst du deren Zustimmung.
Knappheit kann ein Verkaufsargument sein. Eine nummerierte Edition mit handsignierten Hangtags verkauft sich an Sammler anders als ein Shirt, das jederzeit nachkommt. Sag dann offen dazu, dass es keinen Nachdruck gibt, und halte dich daran.
Wer bestellt und wie verkauft wird
Als Solokünstlerin oder Solokünstler bestellst du oft selbst. Ob du dabei als Privatperson auftrittst oder mit einem eigenen Gewerbe, hat Folgen für die Umsatzsteuer auf Einkauf und Verkauf, und du klärst es vorab mit einer Steuerberatung. Hast du ein Management, bestellt häufig dieses, und die Freigabe läuft dann über einen zusätzlichen Schritt.
Verkauft wird an wechselnden Orten: nach dem Auftritt, bei einer Ausstellung, in deinem Onlineshop. Viele kombinieren eine kleine Auflage für den Verkauf vor Ort mit Print-on-Demand für den Shop, damit neue Motive ohne Lager online gehen.
Die knappste Ressource ist oft deine eigene Zeit, denn wenn du neben Studio und Bühne jede Bestellung selbst verpackst, merkst du schnell, wo die Stunden bleiben. Ein Anbieter mit Lagerhaltung übernimmt den Versand aus deiner Auflage. Das kostet laufend, spart aber die Wege zur Post.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Mindestmenge. Frag, ab welcher Stückzahl je Motiv der Anbieter produziert und wie sich der Preis darunter verhält.
- Probedruck. Lass dein Motiv auf dem Verkaufsartikel drucken, bevor du die Auflage freigibst.
- Edition oder Nachdruck. Entscheide vorher, ob die Auflage limitiert bleibt, und kläre mit dem Anbieter die Aufbewahrung der Druckdaten.
- Versand. Kläre, ob der Anbieter deine Ware lagert und einzeln an Käufer verschickt.
