Als Agentur kaufst du Merch im Auftrag Dritter ein. Du trägst die Ware nicht und verkaufst sie nicht selbst, stehst aber gegenüber deinem Kunden für jedes Teil gerade. Das Agenturgeschäft beschreibt dieselbe Rolle als Geschäftsmodell. Diese Seite nimmt die umgekehrte Perspektive ein und zeigt deine Agentur als Kundin eines Produktionspartners, weitere Auftraggeber versammelt die Übersicht Zielgruppen.
Was Agenturen von einem Anbieter brauchen
Der Anbieter bleibt unsichtbar. Die Ware geht oft direkt an deinen Kunden oder an einen Veranstaltungsort, und weder auf dem Lieferschein noch auf dem Paket darf sein Name stehen. Dieser neutrale Versand ist Voraussetzung. Ohne ihn fragt dein Kunde beim nächsten Mal direkt beim Betrieb an.
Dazu gehört ein Kundenschutz. Du bringst einen Auftraggeber mit und willst sicher sein, dass der Anbieter diesen Kunden nicht selbst anspricht, auch wenn er dessen Adresse aus dem Versand kennt. Das lässt sich vertraglich vereinbaren.
Die Preise brauchen Luft. Auf den Einkaufspreis legst du deine Marge, und dafür brauchst du Nettopreise mit einer Staffel, die du selbst weiterrechnen kannst. In einer Pitchphase zählt außerdem Tempo, weil dein Kunde vergleicht und du ohne schnelle Richtpreise und Visualisierungen den Auftrag womöglich gar nicht erst bekommst. Muster für die Präsentation helfen, auch wenn noch nichts bestellt ist.
Jede Abstimmung läuft doppelt. Korrekturen am Motiv, Fotos vom Muster und Rückfragen zur Größenverteilung laufen über dich. Ein Anbieter, der Freigaben in einem festen Format schickt, das du ohne Nacharbeit weitergeben kannst, spart auf beiden Seiten Tage.
Die Druckdaten stammen meist von deinem Kunden. Viele Anbieter lassen sich deshalb bestätigen, dass die Motive samt Logos keine fremden Rechte verletzen, und du gibst diese Zusage an deinen Auftraggeber weiter.
Wie Agenturen bestellen und bezahlen
Deine Aufträge kommen unregelmäßig. Mehrere Projekte laufen parallel, jedes mit einem Termin, den der Kunde vorgibt, und dazwischen liegen ruhige Wochen. Ein Anbieter, der kurzfristig Kapazität freimachen kann, ist deshalb wertvoller als einer mit dem niedrigsten Stückpreis.
In der Zahlungskette stehst du in der Mitte. Den Anbieter bezahlst du, bevor dein eigener Kunde bezahlt hat, und Vorkasse bindet dabei Geld über Wochen. Ein Zahlungsziel entlastet eure Kasse.
Reklamationen laufen ebenfalls über dich. Dein Kunde meldet einen Fehler bei dir, du meldest ihn beim Anbieter. Prüf gelieferte Ware deshalb zügig, auch wenn sie nicht bei dir ankommt, und lass dir vom Empfänger Fotos schicken.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Neutraler Versand. Frag, ob der Lieferschein ohne Anbieternamen verschickt wird, mit deinem Absender auf dem Paket.
- Kundenschutz. Lass dir schriftlich zusichern, dass der Anbieter deine Kunden nicht direkt anspricht.
- Tempo im Pitch. Kläre, wie schnell Richtpreise und Visualisierungen kommen und ob es Muster für Präsentationen gibt.
- Zahlungsziel. Frag nach Lieferung auf Rechnung, damit du nicht vor deinem Kunden bezahlst.
