Für dein Festival kaufst du Merch ein, während das Programm noch wächst. Die Motive hängen am Line-up. Das Geld hängt am Vorverkauf, und am Festivalwochenende selbst hat in eurem Team niemand Zeit, einen Verkaufsplatz zu betreuen. Was die Ware verlangt, von der Auflage bis zur Anlieferung aufs Gelände, erklärt der Einsatzbereich Eventmerch. Diese Seite betrachtet dich als Veranstalter und Auftraggeber, weitere Auftraggeber zeigt die Übersicht Zielgruppen.
Selbst verkaufen oder die Rechte vergeben
Die erste Entscheidung fällt vor jedem Angebot. Du kannst Merch selbst einkaufen und verkaufen, dann trägst du Risiko und Erlös. Den Verkauf kannst du auch einem Dienstleister für Live-Merchandising übergeben, der Personal und Kasse stellt und einen Teil des Umsatzes behält. Oder du vergibst die Rechte an eine Merch-Firma, die auf eigene Rechnung produziert und verkauft und dir dafür einen Anteil zahlt, manchmal mit einer Mindestgarantie. Beim dritten Weg bleibt dir keine Kiste übrig. Dafür verdienst du am einzelnen Shirt am wenigsten.
Auftretende Bands verkaufen oft ihr eigenes Merch. Ob das an einem gemeinsamen Verkaufsplatz geschieht und ob du daran mitverdienst, regelt dein Vertrag mit der Band. Wie Bands dabei kalkulieren, steht beim Bandmerch.
Viele Festivals arbeiten mit einem Nachhaltigkeitskonzept. Das Merch soll dazu passen. Wirbst du auf Bühnen und Bechern mit Mehrweg, bekommst du Rückfragen, wenn das Shirt am Verkaufsplatz ohne Nachweis zur Herkunft verkauft wird. Frag den Anbieter in diesem Fall nach Ware mit einem Nachweis wie GOTS oder nach einem Betrieb, der Mitglied der Fair Wear Foundation ist.
Wie der Einkauf über das Jahr läuft
Das Line-up-Motiv entsteht spät. Die letzten Bestätigungen kommen oft wenige Wochen vor dem Festival, und bis dahin kannst du nur Motive ohne Programm in Auftrag geben. Reserviere deshalb beim Anbieter vorab einen Zeitraum für die Produktion und liefere die Druckdaten nach, sobald das Programm feststeht. Den letzten Tag für diese Druckdaten legst du mit dem Anbieter fest, rückwärts gerechnet nach dem Zeitplan für Eventmerch.
Bezahlt wird vor dem Umsatz. Ware für den Verkauf am Festivalwochenende bezahlst du Wochen vorher, zumindest mit einer Anzahlung, und das trifft euer Budget, das zu dieser Zeit schon Bühnen und Gagen tragen muss.
Ein Festival wiederholt sich. Zählst du nach dem Wochenende Bestand und Verkäufe je Motiv und Größe, hast du für das nächste Jahr eine bessere Grundlage als jede Schätzung. Ein Anbieter, der das Gelände und die Zufahrten schon kennt, spart eurem Team im folgenden Jahr Abstimmungen.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Reservierter Produktionszeitraum. Frag, ob der Anbieter Kapazität vorhält, bevor die Druckdaten fertig sind.
- Zahlungsplan. Kläre Anzahlung und Restzahlung und leg sie neben den Vorverkauf.
- Verkaufsmodell. Frag, ob der Anbieter auch Personal stellt oder Rechte gegen Anteil übernimmt.
- Abrechnung nach dem Festival. Lass dir eine Zählung von Bestand und Verkäufen je Motiv und Größe zusagen.
