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Siebdruck: Anbieter im Vergleich

Beim Siebdruck wird Farbe durch eine Schablone auf das Textil gebracht — ein etabliertes Verfahren, das sich bei größeren Stückzahlen preislich lohnt.

68 veröffentlichte Anbieter sind für dieses Druckverfahren dokumentiert, davon 43 manuell geprüft und 25 automatisch erfasst. Bei jeder Angabe zeigt MerchScout die Quelle mit Datum oder den Vermerk „ohne Beleg“.

Weiter unten findest du alle 68 Anbieter für Siebdruck gesammelt. Direkt zu den Anbietern springen.

Siebdruck lohnt sich bei wenigen Farben. Jede Farbe braucht ein eigenes Sieb, deshalb lässt du dir bei mehrfarbigen Motiven beide Varianten rechnen und fragst vor der ersten Bestellung, ob die Siebe für Nachbestellungen aufbewahrt werden. Welches Verfahren bei kleinen Mengen oder Fotos besser passt, zeigt die Übersicht der Druckverfahren.

Was Siebdruck ist

Ein Sieb ist Gewebe in einem Rahmen. Darauf kommt eine lichtempfindliche Schicht, die mit dem Motiv belichtet wird; wo kein Licht hinfällt, lässt sie sich auswaschen, und an diesen Stellen lässt das Gewebe später Farbe durch. Ein Rakel zieht die Farbe über das Sieb und drückt sie durch die offenen Stellen auf das Textil.

Aus dieser Anordnung folgt alles Weitere: Ein Sieb trägt nur eine Farbe. Ein vierfarbiges Motiv braucht vier Siebe, vier Durchgänge und vier Mal exaktes Ausrichten, damit die Farben aufeinandertreffen. Auf dunklen Textilien kommt meist ein Unterdruck in Weiß dazu, weil Farbe auf Schwarz sonst nicht deckt. Der zählt als eigene Farbe und als eigenes Sieb.

Damit liegt fast die ganze Arbeit vor dem ersten Teil. Siebe anfertigen, Farben anmischen, ausrichten, einen Probedruck ziehen. Das fällt einmal je Motiv an, ganz gleich ob zwanzig Teile folgen oder zweitausend. Der Druck selbst geht danach schnell.

Die Farbe liegt am Ende auf dem Gewebe. Man fühlt sie. Deshalb kann Siebdruck zwei Dinge, die kein digitales Verfahren kann: Sonderfarben exakt anmischen, statt sie aus Grundfarben anzunähern, und Effekte drucken, die Volumen brauchen. Puff hebt sich vom Stoff ab, Glitzer und Metallic tragen Partikel, Neon leuchtet, weil das Pigment dick genug aufliegt.

Wie gedruckt wird, unterscheidet sich zwischen Anbietern stärker, als das Verfahren vermuten lässt. Auf einem Handkarussell dreht jemand die Teile von Station zu Station; das ist bei kleinen Auflagen wirtschaftlich und bei vielen Farben mühsam. Eine automatische Presse arbeitet schneller und gleichmäßiger, verlangt aber eine Menge, die den Rüstaufwand trägt. Beides liefert saubere Ergebnisse. Es erklärt aber, warum Mindestmengen so weit auseinanderliegen.

Plastisol ist die verbreitete Farbe. An der Luft trocknet sie nicht. Sie wird unter Hitze fixiert und ist danach waschbeständig. Wasserbasierte Farben ziehen stärker ins Gewebe ein und fühlen sich weicher an, verlangen aber mehr Sorgfalt beim Verarbeiten. Wenn dir der Griff wichtig ist, frag im Angebot danach, womit gedruckt wird.

Wann sich Siebdruck lohnt

Zwei Größen entscheiden, und sie hängen zusammen: die Auflage und die Zahl der Farben. Eine feste Stückzahl, ab der es sich rechnet, gibt es deshalb nicht.

Bei einem einfarbigen Motiv ist die Einrichtung klein. Ein Sieb, ein Durchgang. Der Aufwand verteilt sich dann schon auf überschaubare Mengen. Bei sechs Farben stehen sechs Siebe davor, und die Auflage muss deutlich größer sein, damit dieselbe Rechnung aufgeht. Die sinnvolle Frage lautet also „ab wie vielen Stück bei wie vielen Farben". Lass dir beide Varianten im selben Angebot rechnen.

Bei Fotos wird es eng. Verläufe entstehen im Siebdruck über ein Raster aus feinen Punkten, die aus Abstand als Zwischenton wirken. Das geht, kostet zusätzliche Siebe und erreicht die Auflösung eines Direktdrucks trotzdem nicht. Für Fotomotive liegt DTG näher an dem, was du erwartest.

Umgekehrt wird Siebdruck an einer Stelle mit der Zeit stärker: bei der Nachbestellung. Siebe lassen sich aufbewahren. Tut ein Anbieter das, entfällt beim zweiten Lauf desselben Motivs ein großer Teil der Einrichtung. Diese Frage lohnt sich vor der ersten Bestellung. Danach lässt sie sich nicht mehr stellen.

Der dritte Grund ist die Markenfarbe. Hat dein Logo einen festgelegten Farbton, wird er im Siebdruck angemischt und getroffen. Digitale Verfahren setzen ihn aus ihren Grundfarben zusammen und kommen nah heran, aber nicht exakt. Für eine Marke, die über Jahre gleich aussehen soll, ist das ein handfestes Argument.

Was du mitliefern musst, ist enger gefasst als bei den digitalen Verfahren. Gebraucht wird eine Vektordatei, in der jede Farbe als eigene Fläche vorliegt, dazu die Angabe, welcher Farbton gemeint ist. Ein JPEG genügt nicht: Aus einem Pixelbild lassen sich die Farbauszüge nur nachbauen, und das ist Arbeit, die im Angebot als Position auftaucht. Wer die Datei sauber anliefert, spart hier mehr als am Stückpreis.

Siebdruck im Vergleich

Siebdruck

Einrichtungje Farbe ein Sieb
Farbverläufeüber Raster, begrenzt
Stückpreis große Auflageniedrig
Stückpreis kleine Auflagehoch
Typischer EinsatzAuflagen mit wenigen Farben, Sonderfarben, Effekte

DTG

Einrichtungkeine
Farbverläufeja, fotorealistisch
Stückpreis große Auflagehöher bei wenig Farben
Stückpreis kleine Auflageniedrig
Typischer Einsatzkleine Mengen, viele Farben, Baumwolle

DTF

Einrichtungkeine
Farbverläufeja
Stückpreis große Auflagehöher bei wenig Farben
Stückpreis kleine Auflageniedrig
Typischer Einsatzgemischte Materialien, kleine Mengen

Transferdruck

Einrichtungje Motiv
Farbverläufeje nach Technik
Stückpreis große Auflagemittel
Stückpreis kleine Auflagemittel
Typischer EinsatzEinzelstücke, Namen und Nummern

Bei kleinen Mengen ist DTG der Nachbar. Dort fällt kein Sieb je Farbe an, dafür sinkt der Stückpreis mit der Auflage deutlich langsamer. Wer zwanzig Shirts mit einem Fotomotiv braucht, ist dort richtig; wer dreihundert mit einem zweifarbigen Logo braucht, im Siebdruck.

Bei schwierigen Materialien hilft DTF. Auf Polyester und beschichteten Geweben ist Siebdruck heikel, weil die Farbe schlechter haftet und der Untergrund ausbluten kann. DTF überträgt das Motiv als fertigen Film und ist dabei unempfindlicher gegenüber dem, was darunter liegt.

Daneben steht Stick. Er lohnt den Vergleich, wenn das Motiv klein ist und lange halten soll. Er rechnet nach Stichzahl statt nach Farben und ist deshalb bei kleinen Logos oft konkurrenzfähig, bei großen Flächen selten.

Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest

Diese Punkte machen den Unterschied aus, und keiner davon steht im Stückpreis:

  • Mindestbestellmenge. Sie schwankt zwischen Anbietern erheblich und ist der häufigste Grund, warum eine Anfrage scheitert.
  • Wie viele Farben im Preis enthalten sind. Manche Angebote nennen einen Stückpreis für bis zu zwei Farben, jede weitere kostet extra. Ohne diese Angabe sind zwei Angebote nicht vergleichbar.
  • Ob der Unterdruck als Farbe zählt. Auf dunklen Textilien ist er in der Regel nötig. Wird er mitgezählt, ist dein zweifarbiges Motiv ein dreifarbiges.
  • Sonderfarben. Frag nach, ob nach einem definierten Farbton angemischt wird oder aus einem festen Sortiment gewählt.
  • Andruck vor der Auflage. Frag, ob du ein gedrucktes Teil freigeben kannst, bevor die ganze Menge läuft. Bei Sonderfarben ist das der einzige verlässliche Abgleich mit deinem Farbton.
  • Aufbewahrung der Siebe. Entscheidet über die Kosten jeder Nachbestellung.
  • Lieferzeit. Für Termine ohne Spielraum ist sie wichtiger als der Preis.

Redaktionelle Einordnung, keine Anbieterangabe. Stand 13.10.2026.

Häufige Fragen

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Siebdruck gegenüber DTG?

Eine feste Schwelle gibt es nicht. Die Rechnung hängt an der Farbanzahl. Einfarbig kippt sie früh, weil nur ein Sieb anfällt. Bei vier oder fünf Farben braucht es eine deutlich größere Auflage, damit sich die Einrichtung verteilt. Lass dir beide Wege im selben Angebot rechnen; die Mindestmengen der Anbieter stehen auf ihren Profilen.

Kann Siebdruck Farbverläufe oder Fotomotive?

Grundsätzlich ja, über ein Raster aus feinen Punkten, das aus Abstand als Zwischenton wirkt. Praktisch stößt es schnell an Grenzen. Jede Rasterfarbe braucht ein eigenes Sieb, und die Auflösung bleibt hinter einem Direktdruck zurück. Für Fotos ist DTG der passendere Weg, für flächige Motive mit klaren Farben der Siebdruck.

Was kostet die Einrichtung?

Das legt jeder Anbieter selbst fest. Es hängt an der Zahl der Siebe. Wichtiger als der Betrag ist, wie er verrechnet wird: einmalig je Motiv, je Farbe, oder anteilig im Stückpreis versteckt. Frag danach ausdrücklich, sonst lassen sich zwei Angebote nicht vergleichen.

Wie waschbeständig ist Siebdruck?

Bei sauber fixierter Farbe hält der Druck die Lebensdauer des Textils. Entscheidend ist die Fixierung: Wird die Farbe nicht vollständig durchgehärtet, reißt sie nach einigen Wäschen auf. Das hängt an der Verarbeitung. Auf links waschen und nicht in den Trockner verlängert die Haltbarkeit zusätzlich.

Zählt der weiße Unterdruck als eigene Farbe?

Bei den meisten Anbietern ja, weil er ein eigenes Sieb und einen eigenen Durchgang braucht. Auf dunklen Textilien ist er in der Regel nötig. Aus einem zweifarbigen Motiv wird dadurch ein dreifarbiges, und der Preis ändert sich entsprechend. Kläre das, bevor du Angebote nebeneinanderlegst.

Thomas Müller, Potzblitz Brandworks

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MerchScout ist ein Produkt von Potzblitz Brandworks, einer Merch-Strategieberatung für Artists, Brands und Creator. Wir sind in einem angrenzenden Feld selbst tätig und sprechen deshalb keine Empfehlung für einzelne Anbieter aus.

Diese Anbieter in Zahlen

Mindestbestellmenge

30 von 48 Anbietern bis 10 Stück

Median 10 Stück, 48 von 68 Anbietern mit Angabe

Lieferzeit

Median bis zu 14 Werktage

17 von 68 Anbietern mit Angabe, 1 davon aus Produktions- und Versandzeit gerechnet

Stand 19.10.2026, berechnet über die 68 Anbieter dieser Seite.

Alle Anbieter für dieses Druckverfahren

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Was diese Anbieter sonst noch anbieten

Gezählt über die 68 Anbieter dieser Seite. Angezeigt werden Werte, die hier häufiger vorkommen als im Durchschnitt aller Anbieter. Die Zahl nennt, wie viele der 68 Anbieter den Wert führen.

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