Ein Hangtag ist der Anhänger aus Karton, der am Teil hängt, bis jemand ihn abschneidet. Er trägt die Marke und oft eine kurze Geschichte zum Produkt und lässt dein bedrucktes Shirt im Laden oder im Paket nach eigener Kollektion aussehen. Pflicht ist er in der Regel nicht. Was dauerhaft am Teil stehen muss, gehört auf ein eingenähtes Etikett, das die Seite Weblabels beschreibt. Was ein Anbieter nach dem Druck sonst noch für dich erledigen kann, listet Fulfillment.
Wofür ein Hangtag gebraucht wird
Die meisten Hangtags hängen an Verkaufsware. Lieferst du Shirts an Händler, brauchst du einen Platz für Artikelnummer und Barcode, und der Anhänger nimmt diese Angaben auf, ohne das Teil zu verändern. In deinem eigenen Onlineshop ist er eher Teil des Auspackens.
Bestellst du Merch für deine Mitarbeitenden, lohnt er selten. Anders bei hochwertigen Geschenken, wo eine Karte mit Angaben zu Material und Pflege das Teil sichtbar aufwertet und oft den Beileger im Karton ersetzt, den sonst jemand extra drucken und einlegen müsste.
Auf den Karton passt mehr als auf ein Etikett. Die Rückseite kannst du für Angaben zu Herkunft oder Material nutzen. Aussagen zu Nachhaltigkeit gehören dabei belegt: Schreibst du Bio-Baumwolle auf deinen Anhänger, brauchst du einen Nachweis für das Teil wie GOTS, und für einen Hinweis auf Fair Wear gelten strenge Regeln, wer den Namen wie verwenden darf. Stimme den Text mit dem Anbieter und dem Standardgeber ab, bevor die Auflage in Druck geht.
Material, Befestigung und Menge
Hangtags werden als eigene Drucksache produziert. Üblich ist fester Karton, oft mit Loch und Öse, bei edleren Varianten mit Prägung oder Folienveredelung. Recyclingkarton passt, wenn du mit Umweltaspekten wirbst. Oft druckt die Anhänger ein anderer Betrieb als das Textil, und der Veredler kauft sie dann zu.
Befestigt wird mit einer Plastikschlaufe, die eine Heftpistole durch den Stoff schießt, oder mit einer Kordel und einem Sicherheitsverschluss. Die Schlaufe geht schnell. Die Kordel sieht wertiger aus, braucht aber Handarbeit je Teil und verlängert damit die Konfektion.
Die Stückkosten fallen zweimal an. Einmal für den Druck der Anhänger, der eine eigene Mindestmenge hat, und einmal für das Anbringen, das der Veredler je Teil berechnet. Bei kleinen Auflagen kann der Anhänger deshalb teurer werden als erwartet, besonders wenn du für jede Größe einen eigenen Tag drucken lässt. Ein Aufkleber mit der Größe auf einem einheitlichen Anhänger hält die Auflage klein.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Herstellung oder nur Anbringen. Frag, ob der Anbieter Hangtags drucken lässt oder deine eigenen anbringt.
- Mindestmenge. Kläre die Auflage der Anhänger getrennt von der des Textils.
- Befestigung. Lass dir Schlaufe und Kordel mit ihren Kosten je Teil nennen.
- Angaben auf dem Karton. Stimme jede Aussage zu Material und Nachhaltigkeit mit dem vorhandenen Nachweis ab.
