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Chartmeldung: Merch-Anbieter im Vergleich

4 veröffentlichte Anbieter sind für diese Fulfillment-Leistung dokumentiert, davon 1 manuell geprüft und 3 automatisch erfasst. Bei jeder Angabe zeigt MerchScout die Quelle mit Datum oder den Vermerk „ohne Beleg“.

Weiter unten findest du alle 4 Anbieter für Chartmeldung gesammelt. Direkt zu den Anbietern springen.

Eine Chartmeldung bringt die Verkäufe aus deinem Merch-Shop in die Wertung der offiziellen deutschen Charts. Dafür reicht es nicht, Vinyl und CDs in den Shop zu stellen. Der Shop muss zum Chart-Panel gehören, also zu den Händlern, deren Kassendaten GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie auswertet. Jedes Produkt muss vorher angemeldet sein, und jedes Bundle muss eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Ein Anbieter mit Chartmeldung nimmt dir diese Arbeit ab oder bringt die Zulassung gleich mit.

Was ein Anbieter bei der Chartmeldung übernimmt

Der Kern ist die Meldung selbst. Jeder Verkauf eines chartfähigen Produkts geht mit Artikelnummer, Menge, Preis, Datum und Uhrzeit an GfK Entertainment, und zwar täglich. Das schafft kein Tabellenblatt am Monatsende, dafür braucht es eine angebundene Kasse oder einen Shop, der die Daten automatisch liefert.

Dazu kommen drei Aufgaben, die oft übersehen werden. Erstens die Anmeldung der Artikel: Jedes Album, jede Variante und jedes Bundle braucht Stammdaten mit eigener EAN, bei der Einzelanmeldung spätestens eine Woche vor der Veröffentlichung. Zweitens der Nachweis. Händler, die mit dir oder deinem Label in Verbindung stehen, müssen belegen können, dass die gemeldete Ware tatsächlich an Käufer verschickt wurde. Anerkannt werden dafür nur überprüfbare Versanddaten, und für Titel unter den ersten hundert Plätzen in der Woche der Veröffentlichung müssen sie unaufgefordert bis Mittwochmittag vorliegen. Fehlt der Nachweis, zählen die Verkäufe nicht. Drittens die Abstimmung mit deinem Label, falls es eins gibt, damit dasselbe Release nicht doppelt oder gar nicht angemeldet wird.

Weil der Nachweis aus dem Versand kommt, liegt die Chartmeldung bei Anbietern nahe, die deinen Shop betreiben und die Ware aus dem eigenen Lager verschicken. Sie haben die Versanddaten ohnehin in der Hand.

Welcher Shop melden darf

Ins Chart-Panel kommt nur ein Händler, der direkt an Endverbraucher in Deutschland verkauft, seine Verkäufe elektronisch und kontrollierbar erfasst und über einen längeren Zeitraum genug Umsatz meldet. Das Angebot muss dauerhaft sein. Klassische Händler müssen außerdem eine repräsentative Auswahl mit Neuheiten führen, Artist- und Label-Shops können ohne diese Breite zugelassen werden. Sie binden sich dafür an das Regelwerk der Charts und halten zusätzliche Angaben für die Prüfung bereit. Über die Aufnahme entscheiden die Prüfungsbeauftragten, und für die Prüfung erhebt GfK Entertainment eine Gebühr. Wer mehrmals zu wenig meldet, kann wieder herausfallen.

Für dich folgt daraus eine Frage, die du vor jedem Auftrag stellen solltest: Über welchen Shop läuft dein Verkauf? Es gibt zwei Wege. Entweder dein eigener Artist-Shop wird zugelassen, dann bleibt die Zulassung bei dir. Oder du verkaufst über einen Shop des Anbieters, der schon im Panel ist. Ob ein Dienstleister die Verkäufe mehrerer Artist-Shops über seine eigene Zulassung melden darf, ist in den Regeln nicht eindeutig geklärt. Lass dir deshalb zeigen, für welchen Shop die Zulassung gilt.

Ein Shop allein bringt dein Album übrigens nicht in die Charts. Ein Titel qualifiziert sich erst, wenn Verkäufe aus mindestens drei verschiedenen Händlergruppen vorliegen. Die Regel soll verhindern, dass ein einzelner Shop mit hohen Zahlen eine Platzierung erzwingt. Plane also den Handel und die Streamingdienste mit ein. Die Chartmeldung aus deinem Shop ist ein Teil der Wertung.

Wann ein Bundle zählt

Ein Bundle aus Tonträger und Merch ist für die Charts zugelassen, wenn es ein paar klare Bedingungen erfüllt. Die Einzelheiten zu Bundle und Vorbestellung stehen auf der Seite zu Bandmerch. Hier geht es um das, was bei der Umsetzung schiefgeht:

  • Ein physischer Tonträger gehört dazu. CD, Vinyl oder Kassette. Ein Shirt mit Downloadcode reicht nicht.
  • Das Merch trägt deinen Namen, den Albumtitel, einen Song vom Album, das Cover oder dein bekanntes Logo, gut sichtbar von außen. Ein neutrales Shirt macht das Bundle ungültig.
  • Ein Preis, eine EAN, immer derselbe Inhalt. Bei Kleidung dürfen die Größen unter einer EAN laufen, solange Schnitt, Farbe und Motiv gleich sind. Eine zweite Farbe braucht eine eigene Nummer.
  • Alles im selben Paket. Gutscheine, Lose und Gewinnspiele sind keine zulässige Beigabe.

Signierte Exemplare, Autogrammkarten, Artcards und gefaltete Poster ändern nichts an der Chartfähigkeit, solange sie nicht wie der eigentliche Kaufgrund wirken. Varianten wie farbiges Vinyl oder eine Deluxe-Ausgabe werden zusammengezählt, wenn Künstler und Titel gleich sind und bei Alben mindestens siebzig Prozent der Tracks übereinstimmen.

Wie teuer das Bundle auch ist, in die Wertung geht nur ein Höchstwert ein:

ProduktHöchstwert je Verkauf
Album ohne Beigabehundert Euro
Album mit Merchvierzig Euro
Album mit Konzertticketdreißig Euro
Single oder Trackvier Euro
Single mit Merchzwei Euro

Für deine Kalkulation heißt das: Ein Box-Set mit Hoodie für achtzig Euro bringt in der Wertung nicht mehr als ein Bundle für vierzig Euro. Der höhere Preis lohnt sich für deinen Umsatz, für die Platzierung bringt er nichts. Wird ein Album ohne Beigabe nicht vor der Veröffentlichung angemeldet, zählt es ebenfalls nur bis vierzig Euro, eine Single nur bis zwei Euro. Bist du dir bei einem Bundle unsicher, reich es vor dem Start des Vorverkaufs bei den Prüfungsbeauftragten ein.

Wie eine Chartwoche abläuft

Eine Chartwoche läuft von Freitag bis Donnerstag. Gezählt wird ab dem offiziellen Veröffentlichungstag, der in den Stammdaten steht. Vorbestellungen aus den Wochen davor zählen deshalb erst, wenn das Album erscheint, und landen gesammelt in der ersten Woche. Am Freitag der Folgewoche werden die Charts veröffentlicht, eine Zwischenauswertung gibt es schon am Mittwoch. Ändert sich der Veröffentlichungstag, muss das spätestens eine Woche vorher gemeldet sein, sonst gilt zunächst das alte Datum.

Für den Versand bedeutet das Druck in wenigen Tagen. Die Vorbestellungen müssen früh genug raus, damit der Nachweis für die Woche bis Mittwochmittag steht. Frag deinen Anbieter, wie viele Pakete sein Lager an einem Tag schafft und ob er Vorbestellungen vorab packt.

Verkäufe am Merchstand regelt die Systembeschreibung nicht eindeutig. Wenn du auf Tour verkaufst und diese Verkäufe mitzählen sollen, lass dir vorher erklären, wie der Anbieter sie erfasst und belegt.

Die Regeln gelten für die offiziellen deutschen Charts. Österreich und die Schweiz haben eigene Charts mit eigenen Regeln.

Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest

  • Zulassung. Frag, für welchen Shop die Zulassung zum Chart-Panel gilt und seit wann gemeldet wird.
  • Anmeldung. Kläre, wer die Stammdaten und EANs anlegt und bis wann du die Bundles festlegen musst.
  • Nachweis. Lass dir erklären, wie die Versanddaten für die Woche der Veröffentlichung zusammenkommen.
  • Kapazität. Frag, wie schnell das Lager alle Vorbestellungen in der Woche der Veröffentlichung verschickt.
  • Label. Stimm ab, ob dein Label parallel meldet, bevor du den Auftrag vergibst.
  • Ausland. Frag nach, ob der Anbieter auch in Österreich oder der Schweiz meldet, falls du dort Fans hast.

Die Seite für Bands beschreibt, wer in der Band die Meldung verantwortet.

Redaktionelle Einordnung, keine Anbieterangabe. Stand 21.09.2026.

Häufige Fragen

Was bedeutet Chartmeldung bei einem Merch-Anbieter?

Der Anbieter sorgt dafür, dass die Verkäufe von Tonträgern und Bundles aus deinem Shop an GfK Entertainment gehen und in die offiziellen deutschen Charts einfließen. Dazu gehören die tägliche Meldung, die Anmeldung der Artikel mit eigener EAN und der Nachweis über den Versand. Entweder ist dein Shop dafür zugelassen oder der Anbieter verkauft über einen eigenen zugelassenen Shop. Lass dir zeigen, für welchen Shop die Zulassung gilt.

Kann mein eigener Artist-Shop an die Charts melden?

Ja, wenn er ins Chart-Panel aufgenommen wird. Artist- und Label-Shops brauchen dafür kein breites Sortiment wie ein Händler, müssen aber dauerhaft direkt an Endverbraucher in Deutschland verkaufen, ihre Verkäufe elektronisch und kontrollierbar erfassen und sich an das Regelwerk der Charts binden. Über die Aufnahme entscheiden die Prüfungsbeauftragten, die Prüfung kostet eine Gebühr.

Warum reicht die Meldung aus meinem Shop nicht für eine Platzierung?

Weil ein Titel Verkäufe aus mindestens drei verschiedenen Händlergruppen braucht, um überhaupt in die Charts zu kommen. So soll kein einzelner Shop eine Platzierung erzwingen. Dein Shop trägt zur Wertung bei, Verkäufe bei weiteren Händlern oder Streams müssen dazukommen.

Wie viel zählt ein teures Bundle in den Charts?

Höchstens vierzig Euro, wenn Album und Merch zusammen verkauft werden, egal wie hoch der Preis ist. Für ein Album ohne Beigabe liegt die Grenze bei hundert Euro, für ein Album mit Konzertticket bei dreißig Euro und für eine Single mit Merch bei zwei Euro. Ein Album ohne Beigabe, das nicht vor der Veröffentlichung angemeldet wurde, zählt ebenfalls nur bis vierzig Euro.

Zählen Verkäufe am Merchstand für die Charts?

Das regelt die Systembeschreibung der offiziellen deutschen Charts nicht eindeutig. Sie verlangt elektronisch erfasste, kontrollierbare Verkäufe an Endverbraucher und bei Händlern mit Nähe zum Künstler einen Nachweis über den Versand. Plane Verkäufe auf Tour erst ein, wenn dein Anbieter dir erklärt hat, wie er sie erfasst und belegt.

Thomas Müller, Potzblitz Brandworks

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MerchScout ist ein Produkt von Potzblitz Brandworks, einer Merch-Strategieberatung für Artists, Brands und Creator. Wir sind in einem angrenzenden Feld selbst tätig und sprechen deshalb keine Empfehlung für einzelne Anbieter aus.

Für Mindestbestellmenge und Lieferzeit liegen bei diesen Anbietern zu wenige Angaben für eine Kennzahl vor.

Alle Anbieter für diese Fulfillment-Leistung

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