WooCommerce ist ein Open-Source-Plugin, das eine WordPress-Website zum Onlineshop macht. Die Software kostet nichts. Den Betrieb übernimmst du. Ein Merch-Anbieter mit WooCommerce-Anbindung holt Bestellungen aus deinem Shop ab und verschickt sie nach der Fertigung. Ob du statt eines eigenen Shops einen vom Anbieter nimmst, wägt dieser Ratgeber ab, und die gehostete Alternative steht unter Shopify.
Was es heißt, den Shop selbst zu betreiben
Deine Website läuft bei einem Hoster, den du bezahlst. Ob seine Server die Anforderungen von WordPress und WooCommerce erfüllen, prüfst du selbst. Die Aktualisierungen von WordPress, WooCommerce, Theme und Erweiterungen spielst du ebenfalls ein, und die Dokumentation des Herstellers nennt das ausdrücklich als Voraussetzung für einen sicheren Shop. Bei der Sicherheit endet die Zuständigkeit des Hosters an einer Stelle, und ab dort ist es deine.
Dafür gehören dir die Daten. Deine Inhalte lassen sich exportieren und in ein anderes System umziehen, und kein Plattformbetreiber ändert die Regeln für dich.
Für Merch hat das eine praktische Folge. Die Anbindung an deinen Anbieter ist selbst eine Erweiterung, und jedes Update kann sie stören. Bestell nach größeren Aktualisierungen einen Testartikel und sieh nach, ob der Anbieter den Auftrag erhalten hat. Nimmt dein Shop Bestellungen an, ohne sie weiterzugeben, merkst du es oft erst, wenn deine ersten Käufer nachfragen. Läuft die Website deines Vereins schon auf WordPress, sparst du dir mit WooCommerce ein zweites System. Wie Vereine den Verkauf organisieren, steht unter Vereine.
Wie Anbieter angebunden werden
Oft liefert der Anbieter ein eigenes Plugin. Dahinter steht die REST-Schnittstelle von WooCommerce: Du erzeugst in deinem Shop einen API-Schlüssel und trägst ihn beim Anbieter ein, danach liest er neue Bestellungen aus. Über Webhooks meldet dein Shop Ereignisse wie eine neue Bestellung sofort an eine Adresse des Anbieters.
Heikel sind die Artikel. Jede Variante in deinem Shop braucht die passende Artikelnummer des Anbieters, sonst weiß sein System nicht, welche Größe es drucken soll. Legt das Plugin die Artikel selbst an, übernimmt es diese Zuordnung für dich. Pflegst du sie von Hand, prüf jede neue Farbe mit einer Testbestellung.
Die Sendungsnummer fehlt zunächst. WooCommerce braucht dafür eine Erweiterung, die Versanddienst, Nummer und Link an die Bestellung hängt. Frag, ob das Plugin des Anbieters das übernimmt.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Plugin oder Schlüssel. Frag, ob der Anbieter ein Plugin pflegt oder nur einen API-Schlüssel von dir braucht.
- Rückmeldung der Sendungsnummer. Kläre, ob der Versandstatus mit Link in deiner Bestellübersicht erscheint.
- Kompatibilität. Lass dir sagen, wie schnell das Plugin nach neuen Versionen von WooCommerce aktualisiert wird.
- Bestand und Artikel. Frag, ob der Anbieter Produktbilder samt Varianten automatisch anlegt.
