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Anbieter für Arbeitskleidung

36 veröffentlichte Anbieter sind für diesen Einsatzbereich dokumentiert, davon 25 manuell geprüft und 11 automatisch erfasst. Bei jeder Angabe zeigt MerchScout die Quelle mit Datum oder den Vermerk „ohne Beleg“.

Weiter unten findest du alle 36 Anbieter für Arbeitskleidung gesammelt. Direkt zu den Anbietern springen.

Arbeitskleidung wird getragen, um zu arbeiten. Sie verschleißt, wird oft gewaschen und muss manchmal schützen. Daran hängen Material und Veredelung, bei Schutzkleidung sogar die Frage, wer über dein Logo überhaupt entscheiden darf. Die Übersicht aller Einsatzbereiche steht unter Einsatzbereiche.

Berufskleidung und Schutzkleidung

Unter Arbeitskleidung fällt zweierlei Ware, und beim Veredeln unterscheiden sich die beiden grundlegend. Berufskleidung ist Kleidung für den Arbeitsalltag ohne eigene Schutzfunktion, etwa die Kochjacke oder der Kasack in der Pflege, und ein Logo darauf ist eine Gestaltungsfrage, die du mit dem Veredler klärst.

Schutzkleidung gehört zur persönlichen Schutzausrüstung. Sie schützt vor einer bestimmten Gefahr, zum Beispiel davor, im Straßenverkehr übersehen zu werden, oder vor Nässe und Kälte bei der Arbeit im Freien. Ihre Schutzwirkung ist nach einer Norm geprüft und zertifiziert. Das Zertifikat bezieht sich auf das Kleidungsstück in dem Zustand, in dem es geprüft wurde, und eine nachträgliche Veredelung verändert diesen Zustand.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ist dazu in ihrer Information zur Warnkleidung, der DGUV Information 212-016, deutlich. Änderungen dürfen nach ihr nur nach Rücksprache mit dem Hersteller und innerhalb des Geltungsbereichs des Zertifikats vorgenommen werden, und das gilt ausdrücklich auch für Firmenlogos und Applikationen. Bei Schutzkleidung spricht also zuerst der Hersteller der Kleidung. Erst danach kommt die Druckerei.

Für deine Anfrage heißt das: Sag dem Anbieter von Beginn an, um welche Art Kleidung es geht. Ein Textilveredler, der Poloshirts und Softshelljacken für Handwerksbetriebe bestickt, veredelt deshalb noch lange keine zertifizierte Warnjacke. Umgekehrt arbeiten manche Hersteller von Schutzkleidung mit Modellen, die eine Fläche für Logos von vornherein ausweisen.

Warum Warnkleidung ein Sonderfall ist

Warnkleidung nach EN ISO 20471 macht ihre Trägerinnen und Träger durch fluoreszierendes Hintergrundmaterial und retroreflektierende Streifen sichtbar. Die Norm kennt drei Klassen. Jede verlangt eine Mindestfläche von beiden Materialien, und je höher die Klasse, desto größer die Flächen.

Dein Logo auf der fluoreszierenden Fläche verkleinert diese Fläche. Liegt ein Kleidungsstück knapp über dem Mindestwert seiner Klasse, kann schon ein großer Rückenaufdruck es darunter drücken. Die Weste sieht danach aus wie vorher und erfüllt ihre Klasse trotzdem nicht mehr. Die Reflexstreifen bleiben frei, weil jede Überdeckung die Fläche verkleinert, die im Scheinwerferlicht sichtbar macht. Auch die Grundfarbe ist festgelegt. Eine Firmenfarbe kann das fluoreszierende Material nicht ersetzen, und dein Logo muss auf einer der wenigen zugelassenen Signalfarben funktionieren.

Soll eine vorhandene Ausstattung an Warnwesten nachträglich deinen Firmennamen tragen, frag deshalb zuerst beim Hersteller nach zulässiger Fläche und Position. Diese Angabe gibst du schriftlich an den Veredler weiter. Auch das Verfahren muss passen, denn der Aufdruck soll die Wäschen überstehen, für die das Kleidungsstück ausgelegt ist, ohne sich abzulösen.

Ähnliche Fragen stellen sich bei anderer Schutzkleidung. Wetterschutzkleidung nach EN 343 hält Regen ab, und ein Stick durch eine abgedichtete Lage kann eine undichte Stelle schaffen. Bei Kleidung gegen Hitze und Flammen kann ein Motiv aus einem Material, das selbst brennt oder schmilzt, die Schutzwirkung beeinträchtigen. Die zulässige Veredelung steht in solchen Fällen in den Angaben des Herstellers. Der Katalog einer Druckerei beantwortet sie nicht.

Wer die Kosten trägt

Schutzkleidung ist eine Maßnahme des Arbeitsschutzes. Nach § 3 Abs. 3 ArbSchG darfst du als Arbeitgeber die Kosten für solche Maßnahmen nicht deinen Beschäftigten auferlegen. Das betrifft die Ausstattung selbst und damit auch das Logo darauf, wenn es Teil der ausgegebenen Schutzkleidung ist.

Bei Berufskleidung ohne Schutzfunktion regeln Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag, wer zahlt. Steuerlich stellt § 3 Nr. 31 EStG typische Berufskleidung frei, die du als Arbeitgeber unentgeltlich oder verbilligt überlässt. Ob ein bestimmtes Kleidungsstück darunter fällt, klärst du vor der Einführung mit deiner Steuerberatung; für Kleidung, die eher dem gemeinsamen Auftritt dient, beschreibt die Seite Mitarbeiter-Merch die Regeln für Sachbezüge.

Worauf es bei der Veredelung von Berufskleidung ankommt

Berufskleidung wird häufiger gewaschen als Merch, in Betrieben mit Hygieneanforderungen oft auch heißer. Ein Druck, der nach einigen Wäschen bricht, fällt hier schneller auf als auf einem Eventshirt, das einen Sommer lang hält. Stick hält solchen Belastungen in der Regel am besten stand und passt zu festen Stoffen wie Arbeitshosen und Jacken. Er kostet mehr als Druck. Bei Transfers wie DTF oder klassischem Transferdruck lohnt es sich, die zugesicherte Waschtemperatur schriftlich geben zu lassen.

Viele Betriebe mieten ihre Berufskleidung bei einem Textilservice, der sie in eigenen Wäschereien reinigt und zurückliefert. Die Kleidung gehört dann dem Dienstleister. Logos werden in diesem Modell häufig als Emblem aufgebracht, nach dessen Vorgaben und passend zu dessen Waschverfahren. Kläre deshalb vor einer Bestellung beim Veredler, ob eine externe Veredelung gemieteter Kleidung überhaupt erlaubt ist.

Der dritte Punkt ist die Wiederholbarkeit. Du bestellst Arbeitskleidung über Jahre nach, neue Beschäftigte brauchen dieselbe Jacke, und Hosen werden regelmäßig ersetzt. Ein festgehaltener Farbverweis spart dir bei jeder Nachbestellung Abstimmung. Das gilt ebenso für eine Stickdatei, die beim Anbieter hinterlegt bleibt. Wählst du ein Modell, das der Hersteller nur eine Saison führt, stehen in zwei Jahren zwei verschiedene Jacken im Team. Namen auf der Brust bedeuten außerdem Einzelveredelung, die bei jeder Neueinstellung wieder anfällt.

Ist dein Betrieb klein und stellt wenige Leute im Jahr ein, kann eine eingelagerte Grundmenge helfen. Dann liegen die gängigen Größen veredelt beim Anbieter und gehen bei Bedarf einzeln raus, was Lagerhaltung beim Anbieter voraussetzt. Das bindet allerdings Geld in Ware. Dafür entfällt bei jeder Neueinstellung eine eigene kleine Auflage mit neuen Einrichtungskosten.

Was die Veredelung bei welcher Arbeitskleidung darf

KleidungEinordnungWer über das Logo entscheidetWorauf die Veredelung achten muss
Poloshirt, Kasack, KochjackeBerufskleidungdu mit dem VeredlerWaschtemperatur, Nachbestellbarkeit
Arbeitshose, SoftshelljackeBerufskleidungdu mit dem VeredlerStoffstärke, Abrieb
Warnweste oder Warnjacke nach EN ISO 20471Schutzkleidungder Hersteller im Rahmen des ZertifikatsMindestfläche der Klasse, Reflexstreifen frei
Wetterschutzjacke nach EN 343Schutzkleidungder Hersteller im Rahmen des ZertifikatsDichtheit der Lagen
Kleidung gegen Hitze und FlammenSchutzkleidungder Hersteller im Rahmen des ZertifikatsMaterial des Motivs
gemietete Kleidung vom Textilserviceje nach Kleidungder Textilservice als EigentümerVorgaben des Dienstleisters

Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest

  • Einordnung vorab. Sag dem Anbieter, ob es um Berufskleidung oder Schutzkleidung geht, und nenne bei Schutzkleidung Norm und Klasse.
  • Freigabe des Herstellers. Frag bei Schutzkleidung, ob der Anbieter die Freigabe einholt oder mit Modellen arbeitet, die eine Logofläche ausweisen.
  • Waschbeständigkeit. Lass dir die zugesicherte Waschtemperatur je Verfahren schriftlich geben.
  • Stickdatei und Farbverweis. Vereinbare, dass beides beim Anbieter hinterlegt bleibt.
  • Modelllaufzeit und Größen. Frag, wie lange das Modell lieferbar bleibt und ob es die nötigen großen Größen und Längen gibt.
  • Personalisierung. Namen auf der Kleidung bedeuten Einzelveredelung. Lass dir Aufpreis und Ablauf bei Neueinstellungen nennen.

Redaktionelle Einordnung, keine Anbieterangabe. Stand 15.09.2026.

Häufige Fragen

Darf man Warnwesten mit einem Firmenlogo bedrucken?

Nur in Abstimmung mit dem Hersteller. Nach der DGUV Information 212-016 sind Änderungen an Warnkleidung nur nach Rücksprache mit dem Hersteller und innerhalb des Geltungsbereichs des Zertifikats zulässig, ausdrücklich auch Firmenlogos. Ein Aufdruck verkleinert die fluoreszierende Fläche, und jede Klasse nach EN ISO 20471 verlangt eine Mindestfläche.

Was ist der Unterschied zwischen Berufskleidung und Schutzkleidung?

Berufskleidung hat keine eigene Schutzfunktion, etwa eine Kochjacke. Schutzkleidung gehört zur persönlichen Schutzausrüstung und ist nach einer Norm geprüft, zum Beispiel Warnkleidung oder Wetterschutzkleidung. Bei Berufskleidung klärst du das Logo mit dem Veredler, bei Schutzkleidung entscheidet der Hersteller im Rahmen des Zertifikats mit, weil eine Veränderung außerhalb davon die Prüfung infrage stellt.

Wer bezahlt Arbeitskleidung?

Bei Schutzkleidung du als Arbeitgeber. Nach § 3 Abs. 3 ArbSchG darfst du die Kosten für Maßnahmen des Arbeitsschutzes nicht deinen Beschäftigten auferlegen. Bei Berufskleidung ohne Schutzfunktion regeln Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag die Kosten, und typische Berufskleidung, die du überlässt, ist nach § 3 Nr. 31 EStG steuerfrei.

Welche Veredelung eignet sich für häufig gewaschene Berufskleidung?

Stick hält häufigen Wäschen in der Regel am besten stand. Er kostet aber mehr. Bei Transfers wie DTF oder Transferdruck solltest du dir die zugesicherte Waschtemperatur schriftlich geben lassen, bevor du die ganze Ausstattung veredeln lässt. Mietet dein Betrieb die Kleidung bei einem Textilservice, gelten dessen Vorgaben.

Wie bekomme ich dieselbe Arbeitskleidung auch in Jahren noch?

Mit einem Modell, das bleibt. Frag vor der ersten Bestellung nach der voraussichtlichen Laufzeit, halte Garn- und Druckfarbe als Farbverweis fest und lass Stickdatei und Druckvorlage beim Anbieter hinterlegen. So wird jede Nachbestellung für neue Beschäftigte zu einer kurzen Wiederholung.

Thomas Müller, Potzblitz Brandworks

Persönliche Beratung

Du willst Arbeitskleidung mit eurem Logo versehen und bist unsicher, was bei Warn- oder Schutzkleidung zulässig ist? Dann vereinbare ein kostenloses Erstgespräch (30 Minuten) direkt über Potzblitz Brandworks.

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MerchScout ist ein Produkt von Potzblitz Brandworks, einer Merch-Strategieberatung für Artists, Brands und Creator. Wir sind in einem angrenzenden Feld selbst tätig und sprechen deshalb keine Empfehlung für einzelne Anbieter aus.

Diese Anbieter in Zahlen

Mindestbestellmenge

23 von 29 Anbietern bis 10 Stück

Median 1 Stück, 29 von 36 Anbietern mit Angabe

Lieferzeit

Median bis zu 12 Werktage

15 von 36 Anbietern mit Angabe, 1 davon aus Produktions- und Versandzeit gerechnet

Stand 19.10.2026, berechnet über die 36 Anbieter dieser Seite.

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Was diese Anbieter sonst noch anbieten

Gezählt über die 36 Anbieter dieser Seite. Angezeigt werden Werte, die hier häufiger vorkommen als im Durchschnitt aller Anbieter. Die Zahl nennt, wie viele der 36 Anbieter den Wert führen.