Schulkleidung ist Kleidung mit dem Namen oder Logo einer Schule, die Schülerinnen und Schüler freiwillig tragen. Bestellt wird meist von Eltern. Und die Käuferschaft wächst jedes Jahr aus ihren Größen heraus, was aus einem einmaligen Auftrag einen Bedarf macht, der mit jedem Schuljahr wiederkommt. Eine Übersicht der übrigen Einsatzbereiche steht unter Einsatzbereiche.
Was Schulkleidung von Vereinsmerch unterscheidet
Schulkleidung beruht auf Freiwilligkeit. In Nordrhein-Westfalen etwa kann die Schulkonferenz nach § 42 Abs. 8 SchulG NRW eine einheitliche Schulkleidung empfehlen, und zwar nur, wenn alle dort vertretenen Schülerinnen und Schüler zustimmen. Die anderen Länder regeln das in ihren eigenen Schulgesetzen. Für deinen Einkauf heißt das: Die Kollektion muss so gefallen, dass Familien sie gern kaufen.
Zur Einschulung kommen neue Kinder dazu. Alle anderen brauchen eine Größe mehr. Wähl das Sortiment deshalb so, dass du es über Jahre gleich nachbestellen kannst, ohne Wechsel bei Schnitt oder Farbe. Organisiert wird es häufig vom Förderverein, der dann dieselben Fragen zur Vereinskasse hat wie beim Vereinsmerch.
Die meisten Träger sind Kinder, und das hat Folgen für die Ware. Die Norm DIN EN 14682 regelt Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung für Kinder bis vierzehn Jahre, damit sie nirgends hängen bleiben, zum Beispiel mit der Kapuze an einem Klettergerüst oder mit dem Saum an einer Tür. Einen Hoodie mit Kordel in der Kapuze solltest du für jüngere Kinder deshalb nicht wählen. Eltern fragen außerdem nach Schadstoffen. Hier hilft ein geprüfter Artikel, etwa mit OEKO-TEX Standard 100.
Wie Schulen Schulkleidung beschaffen
Am besten passt ein Schulshop, in dem Familien selbst bestellen und bezahlen. Gedruckt wird dann oft nach der Bestellung. Du finanzierst dann als Schule oder Förderverein keine Ware vor, und niemand muss im Sekretariat Kartons mit Restgrößen lagern. Bestellst du lieber gesammelt, leg ein Bestellfenster vor dem Schuljahresbeginn fest, damit die Kleidung zum ersten Schultag da ist.
Das Logo gehört meist dem Schulträger oder der Schule. Kläre deshalb vor dem ersten Druck, wer die Nutzung freigibt, und halte die Freigabe schriftlich fest. Das erspart dir spätere Rückfragen.
Wie ein Jahrgang Abishirts und Abschlussshirts bestellt
Abishirts, Abschlussshirts und Motive für eine Klassenfahrt gelten einem Jahrgang und einem Termin. Meist organisiert sie ein Komitee aus der Stufe, und bestellt wird einmal. Soll der Name oder das Logo der Schule darauf, brauchst du dieselbe schriftliche Freigabe wie bei der Schulkleidung.
Den Auftrag erteilt eine einzelne Person oder der Förderverein, und wer bestellt, schuldet dem Anbieter den ganzen Betrag. Sammle das Geld deshalb ein, bevor du bestellst. Du kannst den Anbieter auch nach einem Sammelshop fragen, in dem jede Person ihr Shirt selbst bestellt und bezahlt, so wie Familien im Schulshop.
Führ eine Liste mit Name, Größe und bezahltem Betrag und setz einen Stichtag, nach dem niemand mehr dazukommt. Wer danach noch ein Shirt will, bestellt einzeln. Kläre vorher, ob der Anbieter einzelne Shirts nachdruckt und ob er das als eigenen Auftrag abrechnet.
Steht die Namensliste des ganzen Jahrgangs auf dem Rücken, ist sie ein Motiv für alle Shirts. Bekommt jedes Shirt einen eigenen Namen, wird jedes Teil einzeln bedruckt, etwa mit DTF. Lass die Namen vor der Freigabe von allen gegenlesen, denn ein Tippfehler steht danach auf jedem Shirt.
Bis wann Motiv und Namensliste beim Anbieter liegen müssen, hängt am Termin, etwa der Mottowoche oder dem letzten Schultag. Die Schritte davor zählst du wie beim Eventmerch von diesem Tag zurück.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
- Kleine Größen ohne Kordeln. Prüfe, ob die Modelle in kleinen Größen lieferbar sind und ohne Kordeln im Kapuzenbereich auskommen.
- Schulshop. Kläre, wer im Shop verkauft und ob ein Aufschlag an den Förderverein möglich ist. Kläre auch, wie lange die Kollektion im Shop bleibt.
- Nachbestellung jedes Schuljahr. Kläre, wie lange Modell und Farbe voraussichtlich lieferbar bleiben.
