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Welches Druckverfahren passt zu deinem Merch? In 5 Fragen zur Vorauswahl

von Thomas Müller Zuerst veröffentlicht Zuletzt aktualisiert 15 Min. Lesezeit

Du willst Turnbeutel für den Verein bedrucken lassen, ein Foto auf ein Shirt bringen, Polos mit Logo ausstatten oder ein Sportteam einkleiden? Dann musst du ein Druckverfahren wählen, und jedes hat andere Stärken und Grenzen.

Stell dir vor, in deinem Angebot steht diese Zeile: „Transferdruck, Menge laut Anfrage“. Transferdruck ist ein Sammelbegriff. Dahinter können geschnittene Folie, ein Siebdrucktransfer oder ein digital gedruckter Transfer stehen, und die Wäschebeständigkeit unterscheidet sich je nach Technik. Welche gemeint ist, verrät die Zeile nicht. Was du dann fragst, steht im Abschnitt „Was fragst du im Angebot, egal bei welchem Verfahren?“.

Dieser Ratgeber hilft bei der Vorauswahl: Du kommst mit Produkt, Motiv, Farbanzahl und Stückzahl und gehst mit zwei oder drei Verfahren und konkreten Fragen an den Anbieter. Die Verfahren selbst erklären die verlinkten Verfahrensseiten.

So liest du den Text: Dokumentiert steht so oder sinngemäß auf der MerchScout-Verfahrensseite, Abgeleitet ist unser Schluss daraus, Empfehlung ist unser Rat. Erlauben die Fakten keine eindeutige Empfehlung, sagen wir das.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Zuerst entscheidet das Material, dann das Motiv. Sublimation (Farbstoff geht als Gas in die Faser) braucht helles Polyester, DTG (Direct-to-Garment: Tinte wird direkt aufs Textil gedruckt) braucht Baumwolle. DTF (Direct-to-Film: Das Motiv wird auf Folie gedruckt und aufgepresst) und Transferdruck (Sammelbegriff: Motiv entsteht getrennt vom Textil und wird mit Hitze übertragen) kommen laut Verfahrensseiten mit mehr Materialien (auch Mischgewebe, also Baumwoll-Polyester-Mischungen) zurecht.
  • Wenige Farben sprechen laut Verfahrensseiten für Siebdruck, viele Farben und Fotos für DTG oder DTF. Kleine Logos auf festen Stoffen sind das Feld von Stick.
  • Haltbarkeit hängt an der Verarbeitung. Bei Siebdruck und DTG am Fixieren (Farbe unter Hitze dauerhaft binden), bei DTF und Transferdruck am Aufpressen. Frag nach der Waschempfehlung.
  • „Keine Einrichtung“ sagt nichts über den Preis. Es heißt, dass je Motiv kein Sieb (Druckschablone, eine je Farbe) und keine Stickdatei (Vorlage, nach der die Maschine stickt) anfällt.
  • Nach der Vorauswahl bleiben zwei oder drei Verfahren übrig. Muster oder Andruck (ein gedrucktes Probeteil, das du freigibst) klären den Rest.
Inhalt

Wie kommst du in fünf Fragen zur Vorauswahl?

Du klärst der Reihe nach Material, Untergrund, Motiv, Wiederholung und Belastung.

  1. Welches Material hat das Teil? Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Tasche oder Cap? Das schließt zuerst Verfahren aus, etwa Sublimation auf Baumwolle.
  2. Hell oder dunkel? Sublimation scheidet bei dunklem Stoff aus. Bei den anderen fragst du nach dem Unterdruck (weiße Grundschicht unter dem Motiv) oder bei DTG nach der Vorbehandlung (weiße Grundierung vor dem Druck).
  3. Wie sieht das Motiv aus? Siehe Tabelle unten.
  4. Wie oft kommt das Motiv wieder? Kommt dasselbe Motiv wieder, sparst du, wenn der Anbieter Siebe und Stickdateien aufbewahrt. Wechseln die Motive, passen Verfahren ohne Einrichtung besser.
  5. Was muss das Teil aushalten? Wäsche, Reibung, Sonne, Griff (wie sich der Druck anfühlt)? Frag nach der Waschempfehlung.
Wenn dein Motiv oder Textil …dann prüfe zuerst …Grenze
ein Foto oder viele Farben auf Baumwolle istDTG, dann DTFDTG: Neonfarben nicht erreichbar; DTF: Der Film hat einen Rand, den du bei großen Flächen fühlst
ein Foto oder viele Farben auf Polyester oder Mischgewebe istDTFDer Filmrand ist bei großen Flächen spürbar
wenige Farben hat und in größerer Auflage kommtSiebdruckje Farbe ein Sieb, Fotos nur über ein Raster (viele feine Punkte, wie bei einem Zeitungsfoto)
ein festgelegter Markenton sein sollSiebdruck mit angemischter SonderfarbeSiebdruck braucht eine saubere Vektordatei (Grafik aus Linien und Flächen statt Pixeln)
ein kleines Logo auf Polo oder Cap ist, das viele Wäschen mitmachen sollStickfeine Linien und kleine Schrift gehen verloren, große Flächen werden schwer und steif
Namen oder Nummern je Teil brauchtTransferdruck mit geschnittener Folie, auch DTFFolie: filigrane Formen gehen beim Entgittern (Überschuss rund um die Buchstaben von Hand abziehen, wie den Rand eines Aufklebers) verloren
ein Muster über das ganze Teil auf hellem Polyester istSublimation (Allover: ein Motiv, das das ganze Teil bedeckt)nur helles Polyester, Markenton nicht verbindlich einstellbar
auf dunklem Textil gedruckt werden sollDTF, DTG mit Vorbehandlung, Siebdruck mit UnterdruckDTG: Aufpreis möglich, blasser Rahmen nach dem Waschen; Siebdruck: Unterdruck zählt als Farbe

Empfehlung: Passen mehrere Zeilen, nimm die Verfahren, die in allen passenden Zeilen vorkommen. Bleibt keins übrig, lass die Verfahren aus den passenden Zeilen im Angebot rechnen.

Welches Verfahren passt zu Turnbeutel, Foto, Polo und Sportteam?

Turnbeutel für den Verein

Dokumentiert: DTG braucht Baumwolle, DTF arbeitet laut Seite auch auf Taschen, Sublimation braucht helles Polyester, Siebdruck ist auf Polyester heikel. Abgeleitet: Das Material des Beutels, das du aus dem Produktangebot kennst, schränkt die Wahl also stärker ein als das Motiv: Aus Baumwolle kommen DTG, DTF und Siebdruck infrage, aus hellem Polyester DTF oder Sublimation. Empfehlung: Klär das Material, bevor du anfragst.

Foto auf dem Shirt

Dokumentiert: Ein Zeitungsfoto besteht aus lauter feinen Punkten, und ein Farbverlauf entsteht, indem diese Punkte größer oder kleiner werden. Dieses Punktmuster heißt Raster. Siebdruck erzeugt Verläufe nur über ein solches Raster und erreicht die Auflösung (wie fein Details wiedergegeben werden) eines Direktdrucks nicht. DTG gibt Fotomotive besser wieder. Abgeleitet: Für ein Foto auf Baumwolle kommen deshalb DTG und DTF vor Siebdruck in die Vorauswahl. Empfehlung: Hat das Foto einen verbindlichen Farbton, lass vorab auf dem echten Textil drucken, denn die DTG-Seite nennt Blau- und Grüntöne als Farben mit deutlicher Abweichung.

Dokumentiert: Die Stick-Seite nennt kleine Logos auf festen Stoffen wie Polo oder Cap als Einsatz. Die Alternativen laut Seitenvergleich haben je eine Grenze: Siebdruck braucht je Farbe ein Sieb, DTF legt einen Film auf, dessen Rand du fühlst, DTG funktioniert nur auf Baumwolle. Abgeleitet: Die Entscheidung hängt an Größe, Farbanzahl und Material des Logos. Bei mittlerer Größe und Farbigkeit entscheiden laut Stick-Seite Haltbarkeit und Anmutung. Empfehlung: Frag Stick und eine Alternative an und lass dir Muster zeigen.

Sportteam aus Polyester

Dokumentiert: Sublimation trägt laut Seite keine Farbschicht auf den Stoff auf, Namen und Nummern laufen im selben Durchgang mit. Für ein fertig gekauftes Trikot nennt die Seite Transferdruck zum Personalisieren. Bei Sublimation unterscheiden sich Druck auf das fertige Teil und Cut-and-Sew (Stoffbahn zuerst bedrucken, dann zuschneiden und nähen) in Vorlaufzeit und Mindestmenge. Abgeleitet: Ob du neu produzieren lässt oder vorhandene Trikots bedruckst, trennt Sublimation von Transferdruck. Empfehlung: Prüf, aus welchem Material dein Teil besteht; Sublimation setzt laut Verfahrensseite helles Polyester voraus.

Was können die sechs Verfahren, und wo liegen ihre Grenzen?

Jedes Verfahren hat eine Stärke und eine Grenze, die du in der Tabelle und den Blöcken findest. Die Tabelle gibt wieder, was die Verfahrensseiten zu Einrichtung (was vor dem ersten Druck je Motiv vorbereitet wird, etwa Sieb oder Stickdatei), Material und Griff sagen, und wertet nicht.

VerfahrenEinrichtungMaterialGriff
Siebdruckje Farbe ein Siebbreit, auf Polyester und beschichteten Geweben heikelFarbe liegt auf dem Gewebe
StickStickdatei je Motivfeste Stoffe, Caps brauchen einen eigenen RahmenOberfläche mit Struktur, bei großen Flächen schwer
DTGkeinevor allem Baumwolleweich
DTFkeinesehr breit, auch Polyester, Mischgewebe, Taschen, CapsFilm liegt auf
Transferdruckgeschnittene Folie: nichts eingerichtet, je Farbe eine Lagebreit, auch Mischgewebe und Polyesteraufliegend, je nach Technik glatt oder samtig
Sublimationkeinehelles Polyester oder beschichtete Flächenkein Auftrag spürbar

Jeder Block hat denselben Aufbau: dokumentiert sind „Passt für“, „Passt weniger für“ und „Wäsche und Haltbarkeit“, die Anbieterfragen sind Empfehlung.

Siebdruck

Passt für: Motive mit wenigen Farben, größere Auflagen, Sonderfarben (extra angemischte Farbtöne) und Effekte wie Puff (erhabener Druck) oder Glitzer.

Passt weniger für: Fotos und Verläufe (nur über ein Raster aus feinen Punkten), Motive mit vielen Farben, Polyester und beschichtete Gewebe.

Wäsche und Haltbarkeit: Die verbreitete Farbe heißt Plastisol. Sie bleibt an der Luft nass und wird erst unter Hitze fest (fixiert), danach ist sie waschbeständig. Härtet sie nicht vollständig durch, reißt sie nach einigen Wäschen auf.

Anbieterfragen (Schwerpunkt): Wie viele Farben enthält der Preis, zählt der Unterdruck mit, werden die Siebe aufbewahrt?

Anbieter finden: Anbieter mit Siebdruck · Mehr dazu: Siebdruck

Stick

Passt für: kleine Logos auf festen Stoffen wie Polo oder Cap, Arbeitskleidung, Vereinsbedarf, vielfarbige kleine Wappen.

Passt weniger für: große Flächen, Fotos, feine Linien und kleine Schrift sowie dünne, stark dehnbare oder lockere Ware.

Wäsche und Haltbarkeit: Die Seite beschreibt das gestickte Motiv als Teil des Gewebes, das nicht verblasst und nicht platzt, und ordnet die Haltbarkeit als sehr hoch ein. Das ist die Einordnung der Seite ohne Zusage eines Anbieters. Für die Gesamtwahl begrenzen Detailtiefe und Fläche das Verfahren.

Anbieterfragen (Schwerpunkt): Wem gehört die Stickdatei, wird das Digitalisieren (Erstellen der Stickdatei am Rechner) getrennt ausgewiesen, wird die Stichzahl (Zahl der Stiche je Motiv) genannt?

Anbieter finden: Anbieter mit Stick · Mehr dazu: Stick

DTG

Passt für: Fotos und Motive mit vielen Farben auf Baumwolle, Kleinstauflagen, weicher Griff.

Passt weniger für: reines Polyester, Neonfarben, einen exakt getroffenen Markenton und hart beanspruchte Arbeitskleidung, wo laut Seite Stick länger durchhält.

Wäsche und Haltbarkeit: Die Tinte wird nach dem Druck unter Hitze fixiert (fest gemacht). Wird dabei gespart, zeigt es sich laut Seite nach der zweiten oder dritten Wäsche. Auf dunkler Ware kann nach dem Waschen ein blasser Rahmen um das Motiv sichtbar werden.

Anbieterfragen (Schwerpunkt): Ab welchem Baumwollanteil wird gedruckt, steht ein Aufpreis für dunkle Ware im Angebot, gibt es Muster?

Anbieter finden: Anbieter mit DTG · Mehr dazu: DTG

DTF

Passt für: kleine, gemischte Aufträge, Kollektionen aus Baumwolle und Polyester, dunkle Textilien, Namen und Nummern, Taschen und Caps.

Passt weniger für: große Motive mit weichem Griff (der Film hat eine Kante) und größere Auflagen mit wenigen Farben, wo laut Seite Siebdruck vorbeizieht.

Wäsche und Haltbarkeit: Vor allem das Aufpressen aus Temperatur, Anpressdruck und Zeit entscheidet. Zu kalt gepresst löst sich laut Seite zuerst die Kante.

Anbieterfragen (Schwerpunkt): Welche Materialien sind zugesagt, gibt es eine klare Waschempfehlung, laufen mehrere Motive auf gemeinsamen Bögen (nebeneinander auf einer Folie)?

Anbieter finden: Anbieter mit DTF · Mehr dazu: DTF

Transferdruck

Passt für: Namen und Nummern (geschnittene Folie), Vorproduktion mit Abruf nach Bedarf (Siebdrucktransfer), Mischgewebe und Polyester.

Passt weniger für: große vollflächige Fotomotive mit weichem Griff, filigrane Formen bei geschnittener Folie, sehr dehnbare Ware.

Wäsche und Haltbarkeit: Über die Haltbarkeit entscheidet das Aufpressen. Dasselbe Verfahren hält deshalb bei zwei Anbietern unterschiedlich lange.

Anbieterfragen (Schwerpunkt): Welche Technik ist gemeint, welche Farben sind verfügbar, ist das Aufpressen enthalten?

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Sublimation

Passt für: helles Polyester, Sportbekleidung, Allover-Motive (ein Motiv, das das ganze Teil bedeckt), beschichtete Hartware wie Tassen.

Passt weniger für: Baumwolle, dunkle Ware und einen verbindlichen Markenton.

Wäsche und Haltbarkeit: Der Farbstoff sitzt in der Faser und kann nicht abplatzen. Grenzen laut Seite: Starke, dauerhafte Sonne bleicht mit den Jahren aus, bei farbigem Polyester kann Farbstoff ins Motiv wandern.

Anbieterfragen (Schwerpunkt): Druck auf fertiges Teil oder Cut-and-Sew, welche Blankware (unbedruckte Textilien) wird angeboten, gibt es einen Andruck?

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Was fragst du im Angebot, egal bei welchem Verfahren?

Diese Fragen gelten für jedes Verfahren, die Schwerpunkte in den Verfahrensblöcken kommen dazu.

  1. Welche Technik genau, auf welchem Material? Ein Begriff wie „Transferdruck“ deckt im Angebot oft mehrere Techniken ab.
  2. Welche einmaligen Kosten und welche Mengenregel stehen im Angebot? Gemeint sind Siebe, Stickdatei, Aufpreise und die Zählweise der Mindestmenge. Dazu Merch ohne Mindestmenge.
  3. Gibt es ein Muster oder einen Andruck und eine Waschempfehlung? Die Siebdruck-Seite nennt den Andruck bei Sonderfarben als verlässlichen Abgleich, die DTG-Seite empfiehlt bei kritischen Farben ein Muster.

Spielt die Stückzahl mit?

Ja, aber ohne feste Schwelle. Dokumentiert: Bei Siebdruck und Stick fällt Einrichtung je Motiv an, bei DTG, DTF und Sublimation nicht, dort sinkt der Stückpreis (Preis je Teil) mit der Auflage (Zahl der gedruckten Teile) laut Seiten deutlich langsamer als im Siebdruck. Beim Siebdruck hängen Auflage und Farbanzahl zusammen. Abgeleitet: Eine Menge, ab der ein Verfahren günstiger wird, lässt sich aus den Seiten nicht ablesen. Empfehlung: Frag erst nach Einrichtungskosten, dann nach Mindestmenge und Zählweise, dann nach Gesamtpreisen für zwei Mengenstufen. Wann sich Fertigung auf Bestellung gegen Lagerware rechnet, beschreibt Print-on-Demand oder Lagerware.

So machst du aus zwei Angeboten eine Entscheidung. Für jedes Angebot gilt: Gesamtkosten = Einrichtung + Menge × Stückpreis. Für das folgende Beispiel rechnen wir mit angenommenen Zahlen. Nehmen wir einmal an, du hast zwei Angebote für dasselbe Teil im selben Verfahren: Angebot A mit Einrichtung und Angebot B ohne Einrichtung.¹

Beispielwerte (Annahme)Angebot A (mit Einrichtung)Angebot B (ohne Einrichtung)
Einrichtung60 €0 €
Stückpreis4 €7 €
Gesamtkosten bei 10 Stück100 €70 €
Gesamtkosten bei 50 Stück260 €350 €
Gesamtkosten bei 200 Stück860 €1.400 €

Fußnote 1: Die Zahlen in diesem Beispiel sind Annahmen. Sie stammen nicht von einem Anbieter oder einem Verfahren und sind keine Marktwerte. Sie zeigen nur den Rechenweg. Setz die Zahlen aus deinen Angeboten ein.

Bei 10 Stück ist Angebot B günstiger, bei 50 und bei 200 Stück Angebot A. Die Menge, bei der beide gleich viel kosten, ergibt sich aus Einrichtung geteilt durch den Unterschied im Stückpreis: 60 € ÷ 3 € = 20 Stück. Dieser Wert gilt nur für diese beiden Beispielangebote und ist kein Richtwert für ein Verfahren. Rechne mit den Zahlen aus deinen Angeboten und deiner Menge. Liegen die Summen nah beieinander, entscheiden Muster und Waschempfehlung.

Wann hilft dir diese Vorauswahl nicht weiter?

Diese Vorauswahl hilft dir nicht weiter, wenn

  • du das Material noch nicht kennst. Ohne Material sind DTG, Sublimation und Siebdruck nicht beurteilbar.
  • ein Farbton verbindlich ist. Dann brauchst du einen Andruck (ein gedrucktes Probeteil, das du freigibst) auf dem echten Material.
  • es um den Preis je Anbieter geht. Preisangaben stehen auf einem Profil nur als Angabe des Anbieters unter „Preisgestaltung“, eine vergleichbare Liste gibt es nicht. Vergleichen kannst du die Angebote, die du selbst einholst, mit der Rechnung im Abschnitt „Spielt die Stückzahl mit?“.
  • es um die Verarbeitung je Anbieter geht. Sie unterscheidet sich je Anbieter, etwa beim Fixieren der Tinte unter Hitze oder beim Aufpressen des Motivs, und bestimmt die Haltbarkeit. Aus der Wahl des Verfahrens allein lässt sie sich nicht ablesen. Waschempfehlung und Muster klären es.

Was ist mit Flock, Flexfolie und Hartware?

Flock, Flexfolie und Hartware haben je eine eigene Seite oder Zuordnung:

  • Flock: samtige, erhabene Oberfläche für Namen und Nummern mit klaren Kanten, empfindlich in der Pflege: Flockdruck.
  • Flexfolie: glatte, dünne, geschnittene Folie, beschrieben unter Transferdruck.
  • Hartware: Produkte ohne Stoff, etwa Tassen, deren beschichtete Flächen Sublimation annehmen; weitere Verfahren in der Übersicht.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Bei der Verfahrenswahl kommen diese Fehlschlüsse vor:

  1. „Wenige Anbieter, also selten oder teuer.“ Die Zahl der Anbieter je Verfahren sagt weder etwas über Qualität noch über Preis.
  2. „Nicht im Profil, also bietet er es nicht.“ Dazu steht die Antwort in den Häufigen Fragen.
  3. „Keine Einrichtung, also günstig.“ Laut den Seiten sinkt der Stückpreis bei DTG, DTF und Sublimation mit der Auflage deutlich langsamer als im Siebdruck.
  4. „Stick hält sehr lange, also ist Stick die richtige Wahl.“ Haltbarkeit ist ein Kriterium neben Detail, Fläche und Material.
  5. Nach „Transferdruck“ fragen, ohne die Technik zu klären. Laut Seite umfasst der Sammelbegriff geschnittene Folie, Flock, Siebdrucktransfer und digital gedruckte Transfers mit unterschiedlichen Ergebnissen.
  6. Angebote ohne Farbanzahl, Digitalisierung und Aufpreise vergleichen.

Fazit: Was nimmst du mit?

Zuerst schränkt das Material die Wahl ein, danach grenzen Motiv und Untergrund sie weiter ein. Welches der übrigen Verfahren passt, zeigen Muster, Andruck und die Antworten auf die Anbieterfragen. Erlauben die Fakten keine eindeutige Wahl, bleiben zwei Verfahren im Rennen.

Häufige Fragen

Brauche ich für ein Foto andere Verfahren als für ein Logo?

Meist ja. Ein Logo mit wenigen Farben passt laut Seiten zu Siebdruck oder Stick, ein Foto mit vielen Farben zu DTG oder DTF.

Welche Fragen sollte ich stellen?

Frag den Anbieter im Angebot nach drei Dingen zum Druckverfahren: welche Technik genau auf welchem Material gedruckt wird, welche einmaligen Kosten und welche Mengenregel im Angebot stehen und ob es ein Muster oder einen Andruck (ein gedrucktes Probeteil) und eine Waschempfehlung gibt. Dazu kommen die Fragen aus dem Block deines Verfahrens, etwa beim Siebdruck, wie viele Farben der Preis enthält und ob der Unterdruck (weiße Grundschicht unter dem Motiv) mitzählt.

Was, wenn der Anbieter mein Verfahren nicht im Profil hat?

Dann ist es nicht dokumentiert, also unbekannt und nicht ausgeschlossen. Frag den Anbieter direkt.

Reicht ein Verfahren für meine ganze Kollektion?

Das hängt am Material jedes Teils. Gemischte Materialien sprechen laut DTF-Seite für ein Verfahren, das beides kann.

Warum steht im Angebot oft nur „Transferdruck“?

Weil es ein Sammelbegriff ist. Frag nach der Technik, die Seite Transferdruck erklärt sie.

Transferdruck

Welche Datei brauche ich?

Siebdruck und Stick wollen laut Seiten eine Vektordatei (Grafik aus Linien und Flächen statt Pixeln), DTG und DTF ein Bild mit transparentem Hintergrund in ausreichender Auflösung (so fein, dass nichts verpixelt wirkt).

Reicht ein Muster oder brauche ich einen Andruck?

Ein Muster zeigt Griff und Farbe auf deinem Textil, der Andruck gibt bei Sonderfarben im Siebdruck die Farbe frei. Frag, was der Anbieter anbietet.

Was tun, wenn zwei Zeilen der Tabelle passen?

Nimm die Verfahren, die in allen passenden Zeilen vorkommen. Bleibt keins übrig, lass die Verfahren aus den passenden Zeilen im Angebot rechnen und vergleiche Muster.

Wo finde ich Anbieter für ein bestimmtes Verfahren?

In der Anbietersuche mit dem Filter „Druckverfahren“.

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Thomas Müller, Potzblitz Brandworks

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Über diese Angaben

Grundlage sind die MerchScout-Verfahrensseiten in der Live-Fassung nach den Änderungen vom 07.10.2026 (Siebdruck, DTF, DTG), 13.10.2026 (DTG, DTF, Siebdruck, Sublimation) und 21.10.2026 (Stick) sowie die MerchScout-Datenbank mit veröffentlichten Anbietern und dokumentierten Mindestmengen je Verfahren, Stand {stand}; der Artikel enthält keine Preise; die Beispielrechnung im Abschnitt zur Stückzahl benutzt angenommene Werte und ist als Annahme gekennzeichnet.

MerchScout ist ein Produkt von Potzblitz Brandworks, einer Merch-Strategieberatung für Artists, Brands und Creator. Potzblitz Brandworks ist in einem angrenzenden Feld selbst tätig. Deshalb spricht MerchScout keine Empfehlung für einzelne Anbieter aus.

Quellen