T-Shirt
- Fläche für das Motiv
- flach, ohne Unterbrechung
- Übliche Veredelung
- Siebdruck, DTG, DTF
- Preis des Rohlings
- niedrig
- Saison
- Frühjahr bis Herbst
- Typischer Einsatz
- Events, Verkauf, Aktionen
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Fast jedes Merch-Shirt beginnt als Rohling. Das unbedruckte Shirt stammt von einem Hersteller von Blankware und wird danach mit Druck oder Stick veredelt. Was du am Ende in der Hand hältst, hängt deshalb an zwei Entscheidungen, die getrennt fallen: welcher Rohling und welches Verfahren. Der Rohling steht im Angebot oft nur als Artikelnummer.
Der Stoff heißt Single Jersey, eine feine Maschenware aus Baumwolle oder aus Baumwolle mit Polyester. Sein Gewicht je Quadratmeter ist die Grammatur. Nach ihr fragst du im Angebot zuerst. Leichte Qualitäten fallen weich und scheinen auf hellen Farben durch, dafür sind sie im Einkauf günstig. Schwere Qualitäten stehen fester, halten ihre Form über viele Wäschen und geben dem Motiv eine ruhige Fläche.
Beim Garn trennt sich die Qualität ein zweites Mal. Ringgesponnenes Garn ist fein und glatt, weil die Fasern eng verdreht werden. Open-End-Garn entsteht schneller und billiger, bleibt aber rauer, und einzelne Fasern stehen ab. Für einen Siebdruck spielt das eine kleine Rolle, für DTG eine große, weil sich die Tinte um die abstehenden Fasern legt und das Motiv an diesen Stellen nach der ersten Wäsche stumpf wirkt. Gekämmte Baumwolle verstärkt den Unterschied. Bei ihr werden die kurzen Fasern vor dem Spinnen entfernt.
Günstige Shirts werden oft als Schlauch gestrickt. Sie haben keine Seitennähte, was einen Arbeitsgang spart. Nach dem Waschen verzieht sich der Schlauch aber gern: Die Seitenlinie wandert nach vorn, und ein mittig gesetztes Motiv sitzt schief. Shirts mit Seitennähten behalten ihre Form und lassen sich außerdem tailliert schneiden.
Baumwolle läuft beim Waschen ein. Vorgewaschene Qualitäten haben einen Teil davon hinter sich, die übrigen verlieren nach den ersten heißen Wäschen sichtbar an Länge. Größentabellen beziehen sich in der Regel auf das ungewaschene Teil. Bei Rohlingen, die nicht vorgewaschen sind, rechnest du das Einlaufen deshalb in die Größenwahl ein.
Wie oft ein Shirt gewaschen wird, bestimmt den passenden Rohling. Wenn du Shirts zu einem einzelnen Anlass verteilst, kannst du beim Gewicht sparen. Sie landen selten in der Maschine. Ein Shirt, das am Merchtisch verkauft wird, konkurriert dagegen mit Kleidung aus dem Laden, und dort fällt ein dünnes, kastig geschnittenes Teil sofort auf. Für Bandmerch und Creator-Kollektionen lohnt deshalb der schwerere Rohling, auch wenn der Stückpreis steigt.
Bei Mitarbeiter-Merch kommt die Passform für sehr unterschiedliche Figuren hinzu. Ein Unisex-Schnitt ist einfach zu bestellen, sitzt bei vielen Frauen aber zu weit an den Schultern und fällt zu lang aus. Tailliert geschnittene Varianten gibt es zu den meisten Rohlingen. Ihr Größenlauf fällt kleiner aus. Ein Mustersatz beider Schnitte vor der Sammelbestellung zeigt dir, welche Größen in deinem Team tatsächlich passen.
Wenn du im eigenen Shop verkaufst, verschiebt sich die Rechnung. Im Print-on-Demand wird jedes Shirt erst nach der Bestellung bedruckt, meist per DTG, und der Anbieter legt fest, welche Rohlinge zur Wahl stehen. Du wählst dann aus einem Sortiment und nicht aus dem ganzen Markt. Dafür musst du keine Auflage vorfinanzieren.
Motiv und Menge bestimmen das Verfahren. Ein Logo in wenigen Farben auf einer größeren Auflage gehört in den Siebdruck, ein Foto in kleiner Menge zu DTG. Wenn Baumwolle und Polyester in einer Bestellung zusammenkommen, hält DTF das Ergebnis über beide Materialien gleich. Auf dem flachen, gleichmäßigen Jersey funktionieren alle gängigen Druckverfahren gut, anders als beim Hoodie, wo Tasche und Nähte die Fläche begrenzen.
Stick ist auf dünnem Jersey heikel. Die Stiche ziehen den Stoff zusammen, und ohne stabilisierendes Vlies auf der Innenseite wellt sich die Fläche um das Motiv. Ein kleines Logo auf der Brust geht. Großflächige Stickereien gehören auf festere Ware wie das Poloshirt oder den Sweater.
Die übliche Fläche ist Brust oder Rücken. Ärmel und Nacken kommen als eigene Positionen dazu, und jede davon ist ein eigener Arbeitsgang mit eigenem Preis. Der Nackendruck ersetzt oft das eingenähte Etikett. Willst du das Etikett des Rohlings entfernen und ein eigenes einsetzen lassen, frag nach Weblabels. Für deine eigene Modemarke gehört das meist dazu, weil sonst der Name des Rohlingherstellers im Kragen steht.
Bio-Baumwolle und Siegel betreffen zuerst den Rohling. GOTS prüft die Faser und jede Stufe ihrer Verarbeitung, OEKO-TEX prüft das Textil auf Schadstoffe. Ein GOTS-Rohling macht das bedruckte Shirt allerdings noch nicht zu einem GOTS-Produkt. Dafür muss auch der Betrieb zertifiziert sein, der es bedruckt. Wenn du mit dem Siegel werben willst, gehört diese Frage ins erste Gespräch.
Beim T-Shirt lohnt ein Blick auf diese Punkte:
Redaktionelle Einordnung, keine Anbieterangabe. Stand 15.09.2026.
Das Langarmshirt ist der nächste Verwandte. Stoff und Druckverfahren sind dieselben, dazu kommt der Ärmel als Fläche, der auf Tourshirts gern mit Städtenamen bedruckt wird. Ärmeldruck verlangt eine andere Aufspannung als der Druck auf Brust oder Rücken. Er erscheint im Angebot deshalb als eigene Position.
Das Poloshirt liegt beim Rohling eine Stufe höher und wird anders veredelt. Piqué, das typische Polo-Gewebe, hat eine wabenartige Oberfläche, auf der ein flächiger Druck unruhig wirkt. Bestickt wird deshalb meist die Brust. Wo Kleidung zum Auftritt eines Unternehmens gehört, etwa am Empfang oder auf der Messe, ist das Polo das häufigere Stück.
Gegenüber dem Hoodie geht es um Saison und Budget. Ein Hoodie-Rohling kostet deutlich mehr als ein Shirt, der Stoff ist dicker, und die Vorderseite ist durch die Tasche eingeschränkt. Viele Kollektionen führen beides. Das Shirt ist dann der günstige Einstieg, der Hoodie das Stück für kühlere Monate.
Tank Tops haben dieselbe Stoffbasis bei weniger Fläche. Die Armausschnitte reichen weit nach innen, deshalb fällt vor allem der Rückendruck schmaler aus. Für Festivals im Sommer passen sie.
Das hängt am Einsatz. Verteilst du das Shirt zu einem einzelnen Anlass, reicht eine leichte Qualität. Verkaufsware und Kleidung, die oft gewaschen wird, profitieren von einer schweren Qualität, weil sie die Form hält und auf hellen Farben nicht durchscheint. Lass dir die Grammatur im Angebot nennen, sonst kannst du zwei Stückpreise nicht vergleichen.
Auf flachem Jersey geht jedes gängige Verfahren. Wenige Farben bei größerer Auflage sprechen für Siebdruck, ein Fotomotiv in kleiner Menge für DTG. Mischst du in einer Bestellung Baumwolle und Polyester, hält DTF das Ergebnis gleich. Stick eignet sich auf dünnem Jersey nur für kleine Logos.
Meist ist es ein Shirt ohne Seitennähte. Solche Shirts werden als Schlauch gestrickt, und beim Waschen löst sich die Spannung im Gestrick, sodass die Seitenlinie nach vorn wandert. Ein mittiges Motiv sitzt dann schief. Rohlinge mit Seitennähten behalten ihre Form.
Nein. Bio-Baumwolle beschreibt die Faser, das Siegel die ganze Kette ihrer Verarbeitung. Selbst ein zertifizierter Rohling wird erst dann zu einem GOTS-Produkt, wenn auch der Betrieb zertifiziert ist, der ihn bedruckt. Frag danach, bevor du mit dem Siegel wirbst.
Bei manchen Anbietern ja. Kläre vorher, wer bei einem Fehldruck für das Shirt aufkommt, denn bei angelieferter Ware übernehmen das viele Betriebe nicht. Für DTG braucht der Anbieter von dir außerdem die Materialangabe, weil der Baumwollanteil über das Ergebnis entscheidet.
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