Mehrwegbecher: Anbieter im Vergleich
10 veröffentlichte Anbieter sind für dieses Produkt dokumentiert, davon 9 manuell geprüft und 1 automatisch erfasst. Bei jeder Angabe zeigt MerchScout die Quelle mit Datum oder den Vermerk „ohne Beleg“.
- Mindestmenge bis 10 Stück
- 4 von 6
- Median 5 Stück, 6 von 10 mit Angabe
Stand 19.10.2026, berechnet über die 10 Anbieter dieser Seite.
10 Anbieter
Sortierung: Name.
Stand 19.10.2026. Keine Rangliste – die Zahlen beschreiben die Gruppe, nicht einen einzelnen Anbieter.
Was einen Mehrwegbecher von der Tasse unterscheidet
Der Mehrwegbecher ist für unterwegs gebaut. Er hat einen Deckel, ist leicht und bruchsicher und ersetzt den Einwegbecher beim Kaffee zum Mitnehmen. Anders als die Tasse steht er selten auf dem Schreibtisch, und anders als die Edelstahltasse ist er meist einwandig aus Kunststoff.
In Deutschland gilt die Mehrwegangebotspflicht, seit dem 12. August 2026 geregelt im Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG). Wer Getränke zum Mitnehmen erst beim Verkauf in Einwegbecher füllt, muss sie auch in einer Mehrwegverpackung anbieten, den Deckel eingeschlossen, und darf dafür weder mehr verlangen noch schlechtere Bedingungen stellen (§ 60 Abs. 1 VerpackDG). Betriebe mit höchstens fünf Beschäftigten und höchstens 80 m² Verkaufsfläche dürfen die Pflicht erfüllen, indem sie mitgebrachte Becher befüllen (§ 61 Abs. 1 VerpackDG). Mehrwegbecher sind dadurch im Alltag präsenter.
Die meisten Mehrwegbecher bestehen aus Polypropylen, einem leichten Kunststoff, der Spülmaschine und Hitze gut verträgt. Becher aus Tritan sind klarer und wirken hochwertiger. Daneben gibt es Glasbecher mit Silikonmanschette. Doppelwandige Modelle aus Edelstahl halten Getränke länger warm.
Pass bei Bechern auf, die als Bambusbecher verkauft werden. Viele davon bestehen aus Melaminharz mit beigemischtem Bambusmehl, und solche Mischungen aus Kunststoff und Bambus sind nach einer Klarstellung der EU-Kommission von 2020 für den Kontakt mit Lebensmitteln nicht zugelassen. Untersuchungsämter fanden in ihnen wiederholt zu hohe Mengen Melamin und Formaldehyd. Reine Bambusprodukte betrifft das nicht.
Bedruckt werden Kunststoffbecher meist direkt auf die gewölbte Wand, im Digitaldruck oder im Siebdruck. Beim In-Mould-Labeling wird das Motiv als bedruckte Folie in die Form gelegt und beim Spritzguss mit dem Becher verbunden. Es sitzt dann in der Wand. Ein solches Motiv verträgt die Spülmaschine besonders gut, doch wegen der eigenen Folie und der Form brauchst du dafür eine größere Auflage.
Der Deckel entscheidet über den Nutzen. Ein dichter Deckel mit Trinköffnung verhindert Überschwappen, und wenn dein Becher unter die üblichen Kaffeemaschinen passt, wird er eher benutzt als einer, der zu hoch ist. Auf Festivals und Events laufen Mehrwegbecher oft als Pfandbecher, bei denen Robustheit mehr zählt als Design.
Wenn du den Becher mit Nachhaltigkeit bewirbst, prüf die Formulierung. Ab dem 27. September 2026 sind pauschale Umweltaussagen wie „umweltfreundlich" ohne Nachweis einer anerkannten hervorragenden Umweltleistung unzulässig. Eine konkrete Angabe hält dieser Regel stand.
Worauf du bei der Anbieterauswahl achten solltest
Bei Mehrwegbechern lohnen diese Fragen:
- Material. Frag, aus welchem Kunststoff der Becher besteht, und lass dir bestätigen, dass kein Kunststoff mit Bambusfüllstoff verwendet wird.
- Lebensmittelkontakt. Frag nach der Konformitätserklärung für den Becher.
- Verfahren. Kläre, ob direkt bedruckt oder per In-Mould-Labeling gefertigt wird.
- Deckel und Höhe. Frag, ob der Deckel dicht schließt und ob der Becher unter übliche Kaffeemaschinen passt.
- Spülmaschine. Lass dir nennen, ob der Becher nach DIN EN 12875 (Teil 1 in der Fassung von 2005) geprüft ist.
Redaktionelle Einordnung, keine Anbieterangabe. Stand 15.09.2026.
Häufige Fragen
Sind Bambusbecher erlaubt?
Becher aus Kunststoff mit beigemischtem Bambusmehl nicht. Nach einer Klarstellung der EU-Kommission von 2020 sind solche Mischungen für den Kontakt mit Lebensmitteln nicht zugelassen, weil sie zu viel Melamin und Formaldehyd abgeben können. Reine Bambusprodukte betrifft das nicht.
Was verlangt die Mehrwegangebotspflicht?
Wer in Deutschland Getränke zum Mitnehmen erst beim Verkauf in Einwegbecher füllt, muss sie auch in einer Mehrwegverpackung anbieten, nicht teurer und nicht zu schlechteren Bedingungen (§ 60 Abs. 1 VerpackDG, seit dem 12. August 2026). Betriebe mit höchstens fünf Beschäftigten und höchstens 80 m² Verkaufsfläche dürfen stattdessen mitgebrachte Becher befüllen (§ 61 Abs. 1 VerpackDG).
Ist ein bedruckter Mehrwegbecher spülmaschinenfest?
Das hängt am Verfahren. Beim In-Mould-Labeling sitzt das Motiv in der Wand und verträgt die Spülmaschine sehr gut, ein direkter Druck auf die Oberfläche kann dagegen mit der Zeit abreiben. Verlässlich ist eine Prüfung nach DIN EN 12875 (Teil 1 in der Fassung von 2005).
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Was diese Anbieter sonst noch anbieten
Gezählt über die 10 Anbieter dieser Seite. Angezeigt werden Werte, die hier häufiger vorkommen als im Durchschnitt aller Anbieter. Die Zahl nennt, wie viele der 10 Anbieter den Wert führen.
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